Monatsmosaik September 2015

30.09.2015
Der goldene Oktober mit allen Herbstfreuden steht vor der Tür, aber der September hat auch einige leckere Rezepte auf den Blog gezaubert. Besonders begeistert war ich von dem Tomatensalat mit Zitronen-Vanille-Dressing, den müßt Ihr unbedingt mal ausprobieren. Und natürlich die 3-2-1-Ribs. Ich bin so froh, endlich das indirekte Grillen im Kugelgrill ausprobiert zu haben und das teure Teil so viel öfter zu nutzen.

Das war der September im Greenwaycastle:


Bohnensalat mit Schmand-Zwiebel-Bacon-Dressing

26.09.2015
Bohnensalat machte meine Oma immer, die einfache Variante mit Zwiebeln und einem Essig-Öl-Dressing. So mag ich ihn heute auch immer noch gern, aber mit einer weißen Sauce finde ich ihn auch sehr lecker. Die Zwiebeln schmore ich nur zur Hälfte mit an, die andere Hälfte kommt roh zum Dressing und sorgt für einen knackigen Biß.


Zutaten
  • 500 g grüne Stangen-oder Buschbohnen
  • 150 g Schmand
  • 3 EL Apfelessig
  • 50 g feine Baconwürfel
  • 100 g feine Zwiebelwürfel, möglichst von einer roten Zwiebel
  • 1 Prise Zucker
  • 1/2 TL Bohnenkraut
Die Bohnen in kräftig gesalzenem Wasser weichkochen, sie dürfen beim Biß nicht mehr quietschen.
Für das Dressing die Baconwürfel in einer kleinen Pfanne auslassen. Sobald sie bräunen, die Hälfte der Zwiebelwürfel zufügen und braten, bis der Bacon Farbe bekommt und die Zwiebelwürfel angeschwitzt sind. Etwas abkühlen lassen und dann mit den restlichen Zutaten zu einem Dressing verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Bohnen abgießen, kalt abschrecken und dann lauwarm zum Dressing geben. Alles vermischen und dann mindestens eine Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.


Der Salat schmeckt auch lauwarm gegessen sehr lecker ;o)

3-2-1-Ribs aus dem Kugelgrill

23.09.2015
Meinen Grilltriathlon für dieses Jahr habe ich absolviert, denn nach Pulled Pork und Beer Butt Chicken habe ich auch noch die 3-2-1-Ribs mit Erfolg ausprobiert. Das Ergebnis war einfach überwältigend, so geschmackvolle und zarte Spare Ribs habe ich selten gegessen. Mein Rezept für Spare Ribs aus dem Backofen ist ja schon genial, aber auf dem Grill sind sie noch eine Nummer besser.



'3-2-1, was ist das denn?' werdet Ihr Euch jetzt vielleicht fragen. Der Garprozeß ist bei dieser Methode in drei unterschiedlich lange Phasen unterteilt:

Phase 1 = 3 Stunden low & slow indirekt bei 100 bis 110°C grillen und smoken
Phase 2 = 2 Stunden mit etwas Saft bei 120 bis 140°C Grad in Alufolie gewickelt dämpfen
Phase 3 = 1 Stunde indirekt bei 110 bis 120°C Grad mit Sauce gemoppt glasieren

Sechs Stunden, die sich wirklich lohnen. Auf einen Kugelgrill von 57 cm Durchmesser passen sechs Spare Ribs-Leitern, wenn Ihr einen Aufsatz habt, könnt Ihr die Menge sogar verdoppeln.
Aber erstmal zur Grundausrüstung, Ihr benötigt:
  • einen Kugelgrill, mindestens 57 cm Durchmesser
  • ein bis zwei Ribshalter, ich benutze die Deckelhalter Variera vom Möbelschweden
  • eine Auffangschale, z.B. Koncis vom Möbelschweden 
  • Buchenholz-Grillbriketts, z.B. von proFagus
  • Räucherchips, ca. 150 g
  • Garraumthermometer 
  • Alufolie, möglichst eine breite Rolle
Außerdem werden benötigt:
  • Spare Ribs-Leitern (Kotelettrippchen)
  • einen Dry Rub nach Wahl, z.B. meinen selbstgemischten Dry Rub für Spare Ribs
  • eine BBQ-Sauce nach Wahl, z.B. meine milde BBQ-Sauce
  • ca. 200 ml Ananas-oder Apfelsaft
Am Vortag beginnt man damit, die Ribs vorzubereiten und zu rubben. Dazu die Silberhaut auf der Knochenseite abziehen und die Ribs rundherum mit dem Rub einreiben.


Ich hatte drei Leitern, wobei uns eine pro Person wirklich ausreicht und und habe sie nochmals halbiert, das ist Geschmackssache. Jede wird einzeln fest in Folie eingeschlagen oder vakumieren,  es kann sich etwas Saft bilden und der soll ja nicht rauslaufen. Die Pakete dann in eine Schüssel legen und im Kühlschrank marinieren lassen.


Am nächsten Tag 6,5 Stunden vor dem gewünschten Verzehr das Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen und den Grill mit einem Minionring auslegen. Hierzu reicht ein Ring über die Hälfte der Kugel, in der unteren Reihe immer zwei Buchenholz-Briketts nebeneinanderstellen und die anderen daran anschließen, sie müssen sich alle berühren. Obenauf noch eine weitere Reihe Briketts platzieren.


Die Räucherchips 30 Minuten wässern, dann auf einem Sieb abtropfen lassen und auf die ersten 20 cm des Minionrings verteilen. Ich hatte Hickory-Räucherchips von Weber, die ziemlich intensiv waren, es geht natürlich auch jede andere Holzsorte.


Abtropfschale platzieren. Untere Flügel soweit öffnen, daß gerade der Temperaturfühler hindurchpassen würde. Die Deckelöffnung ca. zur Hälfte öffnen.


8 Briketts im Anzündkamin 15 Minuten vorglühen und an den Anfang des Minionrings legen. Rost auflegen, Thermometer so platzieren, daß es nicht direkt über der Glut ist und Kabel über die Deckelöffnung herausführen. Deckel auflegen und die Kugel auf 100°C einregeln. Sobald die Temperatur erreicht ist, den Ribshalter über der Auffangschale platzieren und die Ribs einlegen.


Deckel auflegen, Temperatur kontrollieren und den Grill drei Stunden bei 100 bis 110°C laufen lassen, die Ribs haben dann schon schön Farbe genommen. Nach 1,5 Stunden habe ich etwas Ananassaft in eine Sprühflasche gegeben und die Ribs damit etwas besprüht, so bleiben sie saftig.


Während der drei Stunden bastelt man sich schonmal Alufolientaschen, in denen die Leitern gedämpft werden. Dafür einen Streifen Alufolie von 1,5 m abreißen und auf 0,75 cm falten, die glänzende Seite sollte innen liegen. Dann nochmal falten und die beiden Seitenkanten zweimal ca. 1 cm umfalten, damit sie dicht sind. So entsteht eine Tasche, die nur noch an einer Seite offen ist. Jede Spare Ribs-Leiter bekommt eine eigene Tasche. Wenn Ihr die Leitern nicht halbiert und nur eine normale Rolle Alufolie habt, kann es sein, daß Ihr den Streifen noch länger abreißen müßte, damit die Leiter am Ende in die Tasche paßt.

Nach den drei Stunden die Leitern in die Taschen stecken, mit etwas Saft unten und oben einsprühen (ca. 10 Sprühstöße), Taschenöffnung zweimal ca. 1 cm zufalten und wieder über der Auffangschale platzieren, dazu natürlich den Ribshalter entfernen. Die untere Öffnung des Grills etwas öffnen, um mehr Hitze zu erzeugen und bei 120 bis 140°C zwei Stunden dämpfen.


Nach den zwei Stunden die Ribs auspacken - Vorsicht! Heißer Dampf! - und von beiden Seiten mit der BBQ-Sauce dünn einstreichen, sie soll nicht herunterlaufen.


Ribshalter wieder über der Auffangschale platzieren und die Ribs hineinlegen. Untere Öffnung bis auf einen schmalen Schlitz schließen, Deckel auflegen und bei 110 bis 120°C eine Stunde glasieren.
Wer intensiven Saucengeschmack mag, kann die Ribs nach 30 Minuten nochmal bepinseln, uns reichte es einfach.


Nach insgesamt sechs Stunden ist das Werk vollbracht und Ihr sitzt vor einem Teller butterzarter, sehr geschmackvoller Spare Ribs.


Und wenn es danach so aussieht, habt Ihr alles richtig gemacht... ;o)


Auch hier möchte ich betonen, daß es sich um meine ganz eigenen Erfahrungen in der Zubereitung handelt. Ihr könnt mit Rub, Mop und Saft ganz unterschiedliche Ergebnisse erzielen, aber es ist kinderleicht und mit dieser Methode auch gelingsicher. Probiert es einfach mal aus, es lohnt sich!

milde BBQ-Sauce mit Cola

22.09.2015
Gekaufte BBQ-Saucen und ich, wir werden in diesem Leben keine Freunde mehr. Ich mag den Geschmack von Liquid Smoke oder Rauchsalz nicht, die meisten Saucen haben mir einfach zuviel von diesem Aroma. Ich mag es lieber mild und so koche ich mir meine Sauce selbst mit Pimentón de la vera, der ein feines Raucharoma abgibt. Wer es kräftig mag, nimmt stattdessen ein Rauchsalz. Bei der Cola nehmt unbedingt das Original und keine kalorienreduzierten Sorten. 
Die Sauce habe ich als Mop-Sauce für meine 3-2-1-Ribs benutzt, sie schmeckt aber auch zu Fleisch als kalte Sauce oder warm zur Currywurst.



Zutaten 
  • 500 ml Coca Cola
  • 75 g Tomatenketchup
  • 50 g Tomatenmark 
  • 25 g mittelscharfer Senf
  • 20 g süßer Senf
  • 1 EL Worcestershiresauce, bevorzugt Lea & Perrins
  • 1 EL dunkler Balsamicoessig
  • 1 EL Apfelessig
  • 50 g Honig
  • 1/2 TL Chiliflocken oder Pul Biber
  • 1/2 TL Currypulver
  • 1/2 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 1 gestrichener TL geräuchertes Paprikapulver Pimentón de la vera, alternativ Rauchsalz
  • etwas frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Coca Cola in einem Topf aufkochen und auf 125 ml reduzieren. Alle weiteren Zutaten zufügen und unter Rühren einmal aufkochen lassen. Abkühlen lassen und dann in einem Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren.

Dry Rub mit Zimtnote

21.09.2015
Vorbereitend zu meinem Bericht über die 3-2-1-Ribs, die ich vergangenes Wochenende auf dem Kugelgrill zubereitet habe, gibt es heute schonmal das Rezept für den Rub. Die Idee für diese Mischung stammt von meinem Gastblogger Wiemo, ich habe es ganz leicht verändert und bin besonders von der Prise Zimt total angetan. Man schmeckt ihn ganz subtil durch, was mir persönlich sehr gut gefällt.



Zutaten 
  • 175 g brauner Zucker, bevorzugt Muscovado oder Rohrzucker
  • 30 g Paprikapulver, edelsüß
  • 15 g Salz
  • 15 g Fleur de sel
  • 10 g weißer Pfeffer, gemahlen
  • 5 g schwarzer Pfeffer, grob gemahlen
  • 5 g Chiliflocken oder Pul Biber
  • 10 g Zwiebelgranulat
  • 10 g Knoblauchgranulat
  • 3 g Zimtpulver
Alle Zutaten gründlich miteinander mischen und in einem Schraubglas aufbewahren. Natürlich kann der Rub auch für andere Fleischstück und nicht nur für Ribs eingesetzt werden.


Zum Rubben einfach das trockene Fleischstück mit der Mischung einreiben, fest in Folie einwickeln oder vakumieren und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

Herbstpizza mit Kürbispüree, Hack, Zwiebeln und Feta

16.09.2015
Ketex sagt, er sei der weltbeste, also fiel die Wahl auf der Suche nach Pizzateig auf ihn. Ich muß sagen: er ist wirklich sehr gut, knusprig und durch die lange Reifezeit auch schön kräftig im Geschmack. Der Teig hält sich bis zu einer Woche im Kühlschrank und läßt sich auch zu Pizzabrötchen oder Baguette abbacken. Bei der Füllung habe ich mich ein bißchen an meinem Stromboli orientiert, der uns letztes Jahr sehr gut geschmeckt hat. Leider habe ich nur ein paar schlechte Fotos geschossen, die der leckeren Herbstpizza nicht gerecht werden... ;o)


Zutaten für den Pizzateig
für ein Blech oder zwei Pizzen mit 30 cm Durchmesser
  • 150 g Hartweizengrieß
  • 150 g Weizenmehl, Type 550
  • 180 g Wasser, lauwarm
  • 5 g Salz
  • 3 g Frischhefe
  • 1 EL Olivenöl
Alle Zutaten mit den Knethaken der Küchenmaschine 8 Minuten kneten lassen, der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen, aber weich sein. Dann in eine fest verschließbare Dose geben, die mindestens doppelt so groß wie der Teig ist und mindestens 48 Stunden, gern auch länger, im Kühlschrank parken. Ich habe den Teig 72 Stunden ruhen lassen. Vor der Weiterverarbeitung einmal durchkneten, auf der Arbeitsplatte liegend mit einer Schüssel abdecken und eine Stunde Zimmertemperatur annehmen lassen.


Zutaten für das Kürbispüree 
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel, in feinen Würfeln
  • 1-2 Knoblauchzehen, in kleinen Würfeln 
  • 250 g Hokkaidokürbis, entkernt gewogen, in groben Würfeln
  • Salz, Pfeffer, Chiliflocken
  • 1 EL gehackte Kräuter (ich hatte Basilikum, Oregano, Salbei)
Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin anschwitzen. Kürbiswürfel zugeben und kurz mitschmoren. Soviel Wasser zugeben, daß es leicht durch den Kürbis durchsteht. Deckel auflegen, Hitze reduzieren und ca. 25 Minuten weichdünsten. Mit einem Stabmixer fein pürieren und mit den Gewürzen kräftig abschmecken. Man kann das Püree gut am Vortag zubereiten und kaltstellen.


weitere Zutaten
  • 200 g krümelig angebratenes Rinderhack
  • 100 g Feta, krümelig zerbröselt
  • 100 g Reibekäse
  • 1 rote Zwiebel, in Scheiben
Pizzateig ausrollen und mit dem Kürbispüree bestreichen, dabei einen kleinen Rand lassen. Mit Hack, Feta und Zwiebel und zum Schluß Reibekäse gleichmäßig bestreuen.


Blech auf dem Boden des Backofen platzieren und den Backofen auf 250° U/O aufheizen. Pizza mit Backpapier auf das Blech ziehen und auf mittlerer Schiene ca. 15 Minuten backen, bis der Rand knusprig und der Käse zerlaufen ist. Die Backzeit hängt stark vom Ofen und der Menge des Belags ab.


Natürlich kann man den Pizzateig auch mit Pizzaiola und Belag nach Wahl backen, dieses geht auch hervorragend auf einem Pizzabackstein.

Dinkelcookies mit Kokos und Amaranthpops

14.09.2015
Der Sonntag entwickelt sich bei mir so langsam zu einem Cookiesbacktag. Gestern allerdings hatte ich kaum noch Butter im Haus, so daß ich ein Rezept mit Kokosöl suchte. Fündig wurde ich im Chefkoch und schon sind mir diesen leckeren Dinger vom Blech gehüpft.


Zutaten
  • 80 g Kokosöl
  • 50 g Rohrzucker
  • 25 g Honig
  • 1 Ei, Gr. M
  • 125 g Dinkelmehl, Type 630
  • 1 gestrichener TL Weinsteinbackpulver
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Kokosraspel
  • 15 g gepuffter Amaranth
Kokosöl, Rohrzucker, Honig und Ei gründlich verrühren. Dann die trocknenen Zutaten zufügen und mit den Knethaken des Handrührgeräts oder mit der Hand zu einem Teig verkneten. Diesen 15 Minuten im Kühlschrank ruhenlassen.


Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und walnußgroße Kugeln, 9 je Blech, formen. Ich benutze dazu einen Eisportionierer mit 4 cm Durchmesser. Kugeln auf 6 cm Durchmessser plattdücken, sie laufen kaum auseinander. 15 Minuten backen, dann auf einem Rost vollständig auskühlen lassen. Luftdicht verschlossen aufbewahren.


Wer mag, verziert sie noch mit weißer Kuvertüre und ein paar Kokosraspeln.

Schweinefilet im Baconmantel mit Blumenkohl und Bresso-Sauce aus demBackofen

12.09.2015
Ein ähnliches Rezept gibt es hier schon auf dem Blog und da ich noch einen kleinen Blumenkohl aus der Biokiste zu verarbeiten hatte, habe ich gedacht, daß es auch damit klappen müßte. Das Schweinefilet muß zuvor nicht angebraten werden, der Blumenkohl wird nicht vorgegart, nur die Sauce muß erhitzt werden - also kaum Vorarbeiten und den Rest erledigt der Backofen. Ein herrliches Rezept für alle Saucentunker und Baconliebhaber.


Zutaten
  • 400 g Schweinefilet, in 10 Scheiben geschnitten
  • 10 Scheiben Bacon
  • 1 EL mittelscharfer Senf
  • 400 g Blumenkohl, in kleinen Röschen 
  • etwas Butter
Eine Auflaufform wie z.B. eine Tarteform ausbuttern. Schweinefiletscheiben etwas flachdrücken und mit jeweils einer Scheibe Bacon am Rand umwickeln. Von beiden Seiten mit Senf bestreichen und in die Auflaufform legen. Die Blumenkohlröschen dazwischen verteilen und auf jedes Filet ein Butterflöckchen legen.


Backofen auf 175°C Umluft vorheizen und die Auflaufform auf mittlerer Höhe 30 Minuten backen.

Zutaten für die Bresso-Sauce
  • 200 ml Sahne
  • 150 g Bresso
  • 50 g Sahne-Schmelzkäse
  • 2 EL gemischte, fein gehackte Kräuter, ich verwende 8 Kräuter TK
Sahne, Bresso und Schmelzkäse unter Rühren erwärmen, bis der Schmelzkäse geschmolzen ist. Kräuter unterrühren und über das Fleisch und den Blumenkohl geben. Weitere 20 Minuten backen, dann nochmal 5 Minuten den Grill zuschalten.


Dazu paßt perfekt Weißbrot oder Baguette zum Tunken aber auch Reis oder Kartoffeln und evtl. ein grüner Salat.

Bratkartoffeln aus dem Backofen

11.09.2015
Bratkartoffeln sind schon was Feines, wir essen sie sehr gern einfach nur mit einem grünen Salat als Hauptgericht. Natürlich schmecken sie aber auch phantastisch zu Fisch und Fleisch und die Variante, sie im Backofen zuzubereiten, hat mir sehr gut gefallen. Man benötigt wesentlich weniger Öl und bekommt gleichmäßig gegarte Scheiben ohne viel Aufwand.


Zutaten
  • 1 kg festkochende Kartoffeln, geschält, in Scheiben von ca. 3-4 mm Dicke
  • 3 EL Raps- oder Sonnenblumenöl
  • 1 TL Salz (am Besten Fleur de Sel oder Maldon Sea Salt) 
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2-3 Zwiebeln, in Halbringen von 3-4 mm Dicke
  • 150-200 g Baconwürfel
Die Kartoffelscheiben mit Öl, Zwiebeln, Salz und Pfeffer mischen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und alles darauf gleichmäßig verteilen. Baconwürfel drüberstreuen und das Blech mit Alufolie abdecken.


Backofen auf 225°C U/O vorheizen und das Blech in der Mitte des Ofens 30 Minuten backen. Folie entfernen und nochmals ca. 20 Minuten backen, bis die Kartoffelscheiben anfangen zu bräunen. Die Backzeit ohne Alufolie richtet sich danach, wie braun Ihr die Bratkartoffeln mögt.

Tomatensalat mit Zitronen-Vanille-Sirup

10.09.2015
Julia findet diesen Salat süchtigmachend und ich gestehe: ich bin jetzt auch auf Droge! Auf Tomatensalatmitzitronenvanillesirupdroge! In der Biokiste waren wunderbare San-Marzano-Tomaten und die habe ich in diesen außergewöhnlichen Salat verwandelt. Dazu ein Bütterken, und der Lieblingsmann und ich waren high, aber sowas von... ;o)
Die Kombination im Dressing war für mich sehr überraschend, so ungewöhnlich aber gerade deswegen wohl so gut.
Das Rezept stammt aus dem Buch Tafelfreunden: Himmlische Gerichte aus besten Zuaten, das zwar schon aus 2009 ist, aber wirklich tolle Rezepte enthält und richtig was zum Blättern ist. Ich habe es gebraucht für sagenhafte 1,77 € erstanden.


Zutaten
  • 2 Vanilleschoten
  • Saft von 2 Bio-Zitronen
  • Abrieb von 1 Bio-Zitrone
  • 50 g Zucker
  • 6 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 500 g vollreife Tomaten nach Wahl
  • 100 g cremiger Fetakäse
  • 20 g Pinienkerne, leicht angeröstet
  • einige Basilikumblättchen
Vanilleschoten auskratzen. Mark und Schoten in einem kleinen Topf mit Zitronensaft- und Abrieb und dem Zucker sprudelnd unter ständigem Rühren kochen lassen, bis die Konsistenz sirupartig ist. Vanilleschoten entfernen und Olivenöl mit einem Schneebesen kräftig unterrühren, mit Salz und Pfeffer würzen und beiseite stellen. 
Tomaten in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden, kleinere nur halbieren und auf einer großen Platte auslegen; so können die Tomaten am Besten den Sirup aufnehmen und zermatschen dabei nicht. Lauwarmen Sirup über die Tomaten träufeln und den Feta darüberbröckeln. Mit Pinienkernen bestreuen und mit Basilikumblättchen garnieren.

Schokoladen-Karamell-Eis ohne Eismaschine (Daim-Eis)

09.09.2015
Das Schöne am Selbermachen von Eis ist, daß man nach eigenem Gusto eine Sorte kreiren kann, die es nirgends zu kaufen gibt. Ich besitze zu meiner KitchenAid den Icemaker, aber da ich ganz vielen Leuten die Rettungsaktion ans Herz legen möchte, gibt es heute ein Rezept ohne Eismaschine. Die Eismasse ist ganz einfach hergestellt und der Tiefkühler erledigt den Rest. So einfach kann Eismachen sein!

Wer keine Crème double
bekommt (sie steht im Kühlregal bei Crème fraîche), der mischt Sahne mit  Mascarpone zu gleichen Teilen.


Zutaten
  • 250 g Crème double
  • 200 g Sahne, möglichst Bio ohne Carrageen
  • 100 g gesüßte Kondensmilch (z.B. Milchmädchen)
  • 15 g ungesüßtes Kakaopulver
  • 8 Daim-Bonbons zum Untermischen, fein gehackt
  • 4 Daim-Bonbons für die Garnitur, fein gehackt
Crème double und Sahne aufschlagen, bis man die Masse mit dem Mixer hochziehen kann und sich Spitzen bilden. Kondensmilch, Kakaopulver und 8 gehackte Daim untermischen. In eine Schüssel füllen und mit 4 gehackten Daim bestreuen. Mit Folie abdecken und mindestens 5 Stunden gefrieren lassen. Vor dem Verzehr leicht antauen lasssen.

Wenn Ihr eine Eismaschine habt, könnt Ihr das Eis natürlich auch darin zubereiten.


ofengeschmortes Rinderragout mit Kichererbsen und Möhren

07.09.2015
Schmorgerichte zur Herbstzeit, für mich eine geniale Kombination. Bis auf das Anbraten hat man nicht viel Arbeit damit, und während man mit einem heißen Kakao auf dem Sofa lümmelt, brutzelt das Ragout im Ofen vor sich hin. So geschehen am gestrigen Sonntag, der so usselig war, daß ich den ganzen Tag keinen Fuß vor die Tür gesetzt habe.


Zutaten
  • 1-1,2 kg Rinderschmorfleisch, z.B. falsches Filet, in groben Würfeln
  • 1 EL Butterschmalz oder Öl
Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen und die Fleischwürfel portionsweise darin scharf anbraten, es soll kräfitg Farbe bekommen. Pfeffern und salzen. 
  • 250 g Zwiebel, in feinen Würfeln
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt 
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Butterschmalz
  • 250 g Kichererbsen aus der Dose
  • 250 g Möhren, in Würfelnoder Scheiben
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Oregano
  • 1 TL Chiliflocken
  • 1 Dose Tomatenpolpa
  • 1 Dose Rinderfond oder Gemüsebrühe
  • 50 ml Balsamicoessig
Butterschmalz in einem Bräter erhitzen, Zwiebel und Knoblauch mit Salz bei reduzierter Hitze anschwitzen. Fleisch und restliche Zutaten zugeben, umrühren.
Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und den Bräter zugedeckt 2,5-3 Stunden schmoren lassen, bis das Fleisch butterweich ist. Ab und an umrühren und evtl. noch etwas Wasser angießen.

Dazu schmeckt eine cremige Polenta oder Kartoffelpüree.

geplatzte Kohlrouladen als Gratin

03.09.2015
Auf der Suche nach einem leckeren Weißkohlrezept bin ich wieder mal bei Petra fündig geworden. Das Gratin beinhaltet alles, was zu Kohlrouladen dazugehört: Weißkohl, Hack und Kartoffeln und die Portion ist, genau wie Petra schreibt, passend für zwei gute Esser. Wir haben sie komplett verdrückt und das Gratin gehört für mich auch in die Kategorie 'Friß-mich-dumm'. Sehr lecker, sehr einfach und mit wenigen Zutaten zubereitet, so mag ich es. Den Käse habe ich noch dazugeschmuggelt... kann, muß aber nicht ;o)


Zutaten
  • 1 EL Butterschmalz oder Rapsöl
  • 1 mittelgroße Zwiebel, in feinen Würfeln
  • 300 g Hackfleisch, halb und halb oder nach Wahl
  • 600 g Weißkohl, geputzt, entstrunkt gewogen, in briefmarkengroßen Stückchen
  • Salz, Pfeffer, Paprika, Piment d`Espelette
  • 300 g festkochende Kartoffeln, geschält gewogen, in Würfeln von 1 cm Kantenlänge
  • 100 g Sahne
  • 100 g Reibekäse
Butterschmalz in einer großen, schweren Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin goldbraun anschwitzen. Das Hackfleisch zugeben und krümelig anbraten, bis es beginnt, Farbe zu bekommen. Mit Salz, Peffer, Paprika und Piment d`Espelette würzen, rausnehmen und beiseite stellen.

Im Bratfett den Weißkohl mit einem TL Salz unter gelegentlichem Rühren kräftig anbraten, bis er leichte Röstspuren bekommt und weich ist, das dauert gute 15 Minuten. Hackfleisch und Kartoffelwürfel zum Kohl geben und alles miteinander vermischen. Nochmals abschmecken und ggf. nachwürzen, es sollte pikant schmecken. Die Mischung in eine flache Auflaufform füllen.

Backofen auf 190°C U/O vorheizen und die Auflaufform auf der 2. Schiene von unten 30 Minuten backen. Dann mit der Sahne übergießen, mit dem Käse bestreuen und noch weitere 15 Minuten backen.

Dazu schmeckt ein Klecks Crème fraîche oder Schmand.


2widos op Jück in Hamburg ~ die Bullerei von Tim Mälzer

01.09.2015
Anfang August waren wir über`s Wochenende in Hamburg, da wir Karten für Wolfgang Trepper und Mary Roos mit ihrem grandiosen Programm 'Nutten, Koks und frische Erdbeeren' im Schmidts Tivoli hatten. Und wenn man schonmal in dieser wunderschönen Stadt unterwegs ist, möchte man ja auch lecker essen gehen. Ich hatte einen Tisch in der Bullerei im Hambuger Schanzenviertel reserviert, die von Tim Mälzer und Patrick Rüther geführt wird. Das Restaurant, eine Mischung zwischen Werk-und Lagerhalle hat schon einen besonderen Charme, die Einrichtung ist chick-rustikal, echt was zum Wohlfühlen.


Wir saßen in einer langen Reihe von Zweiertischen ziemlich dicht an den Nachbarn, aber so kam beim Gucken auf die Teller der anderen und beim Pfeffermühlerüberreichen ein kleines Gespräch auf, was durchaus nett war. 
 

Die Speisekarte kam schlicht und einfach daher und enthielt eine angenehm überschaubare Anzahl von Gerichten. Dazu kamen noch ein paar an die Backsteinwand projezierte Tagesgerichte. Wir ließen uns vom supernetten Kellner einen Gin Berry zum Aperitiv empfehlen, dazu wurde etwas Brot und Kräuterquark gebracht. Im Vorfeld hatte ich schon von der sagenhaften Burrata gelesen, und da man die hier in Deutschland fast nirgends in akzeptabler Qualität bekommt, gab es eine für uns beide zur Vorspeise.


Sie war deklariert für zwei und da frage ich mich dann doch, warum nur ein Brotsegel darin steckte. Wie auch immer: sie wurde ihrem Ruf mehr als gerecht, ein absoluter Genuß! Wir entschieden uns im Hauptgang für ein Steak, ein Teres Major, von dem ich vorher noch nie gehört hatte. 300 g wog es und kam mit Chimichuri-Sauce, Maiskolben und wahlweise Gurkensalat oder Grünem Salat. Dazu bestellten wir Kartoffelstampf und gebratenen grünen Spargel mit Parmesan. Leider muß ich sagen, daß ich das Hauptgericht insgesamt schwach fand. Das Fleisch war von hervorragender Qualtität, allerdings war es aufgrund der Form nicht perfekt gebraten. Es läuft zum Ende hin sehr dünn zu und war dort mehr als durch, während die dickere Mitte fast roh und nicht medium war. Ich habe es allerdings nicht reklamiert, da man es durchaus essen konnte und ich auch bei einem neuen Stück keinen besseren Gargrad erwartet habe. Leider waren Fleisch, Salate und ganz besonders die Sauce nicht richtig gewürzt, alles war lasch und konnte mindestens Salz und Pfeffer vertragen. Verliebt war der Koch an diesem Abend auf keinen Fall...


Auf ein Dessert haben wir verzichtet, da uns überhaupt nichts in der Karte ansprach. Insgesamt haben wir 116 Euro bezahlt. Ein stolzer Preis, aber das wußten wir ja vorher. Ich fand es durchaus lecker, aber hätte in jedem anderen guten Steakrestaurant ebenso gut, vielleicht besser und wahrscheinlich etwas günstiger gegessen. Hier kann ich übrigens das Delta Bistro sehr empfehlen.
Mitgenommen habe ich mir noch ein Glas Honig, der auf dem Dach der Bullerei von drei Bienenvölkern produziert wird. Da mir genau wie TIm Mälzer Bienen sehr am Herzen liegen, finde ich die Idee einer Stadtimkerei klasse und sowas muß ich unterstützen.


Und jetzt habe ich noch zwei Hamburg-Tips für Euch. Mein erster Tip ist, mal einen anderen Blick auf die Landungsbrücken zu werfen. Gebt im Navi die Straße 'Am Fährkanal' ein und fahrt bis zum Wendehammer. Dort findet Ihr nicht nur einen kleinen feinen Strand, sondern habt auch einen tollen Blick auf Landungsbrücken, Michel und Elbphilharmonie. Außerdem könnt Ihr von dort durch den alten Elbtunnel zu den Landungsbrücken rüberlaufen. 


Mein zweiter Tip ist die Schiffsbegrüßungsanlage Willkomm Höft in Wedel. Hier werden die in die Elbe einfahrenden Schiffe mit einer Lautsprecheranlage begrüßt. Man erfährt, woher das Schiff, egal ob Frachter oder Kreuzfahrtschiff, gerade kommt, wieviele Bruttoregistertonnen es hat und als Krönung ertönt die Hymne des Landes, unter dessen Flagge es fährt. Ein sehr schöner Ort und eine witzige Idee, zumal die meisten Schiffe durch Ertönen des Schiffshorns kräftig zurückgrüßen.


Und wenn man Appetit auf Backfisch oder Krabben hat, dann muß man unbedingt dort bei Isi´s Fischspezialitäten einkehren. Zum gemütlichen Sitzen unter'm Sonnenschirm kommt wahlweise der Gratisblick auf die Elbe oder auf die Motorräder dazu, die sich dort gern einfinden. Das Essen ist einfach, wie es sich für einen Imbiss gehört, aber sowas von lecker...


Hamburg, meine Perle - wir kommen wieder!