Übernacht-Bürli als Brötchen und Stängchen

01.05.2017
Zusammen mit meinen lieben Freundinnen Ina und Nicole ist unser Synchronkochen in die 3. Runde gegangen, und da die beiden noch nie nicht einen Teig für Übernacht-Brötchen angesetzt hatten, wurde daraus ein Synchronbacken. Den Teig haben wir Samstagabend angesetzt und dann im Kühlschrank geparkt, am nächsten Morgen muß der Teig dann nur Zimmertemperatur annehmen, die Brötchen geformt und gebacken werden. Eine knappe halbe Stunde später stehen dann leckerste Sonntagsbrötchen auf dem Frühstückstisch. Die Brötchen sind bei allen wunderbar geworden.

Übernacht-Bürli als Brötchen und Stängchen

Bürli ist das schweizerdeutsche Wort für Brötchen, das Rezept habe ich schon eine Ewigkeit auf meinem Blog, es waren die ersten Brötchen, die ich jemals gebacken habe. Ob das Rezept allerdings so wirklich aus der Schweiz stammt, kann ich nicht sagen. Aber den Namen Bürli finde ich gut ;o)

Übernacht-Bürli als Brötchen und Stängchen
Zutaten
  • 350 ml lauwarmes Wasser
  • 20 g Frischhefe (oder 1 Pck. Trockenhefe)
  • 1 TL Honig oder Zucker 
  • 500 g Weizenmehl, Type 550 (alternativ Weizen 405 oder Dinkel 630)
  • 1 TL Salz
Am Vorabend Hefe und Honig im Wasser auflösen. Mehl in die Rührschüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen. Das Hefewasser hineingießen und mit etwas Mehl verrühren. Mit etwas Mehl abdecken und 10 Minuten zugedeckt anspringen lassen. Dann die Maschine auf kleinster Stufe anstellen. Sobald sich ein Teigball bildet, das Salz einrieseln lassen. Auf Stufe 2 für 8 Minuten verkneten, dabei kontrollieren, ob evtl. etwas mehr Wasser oder Mehl benörigt wird. Der Teig sollte leicht kleben.

Den Boden einer Schüssel mit Deckel, möglichst eine flache, bemehlen und den Teig hineingeben, auch von oben bemehlen. Zugedeckt eine Stunde anspringen lassen, dann zugedeckelt im Kühlschrank bis zum nächsten Morgen parken. Flache Schüsseln haben den Vorteil, daß man den Teig nicht mehr viel formen und plattdrücken muß und so die Porung erhalten bleibt. Am nächsten Morgen den Teig eine Stunde Zimmertemperatur annehmen lassen.


Arbeitsplatte bemehlen und den Teig aus der Schüssel draufplumsen lassen. Ich konnte ihn so auf die Unterlage befördern, daß die Seite, die auch in der Schüssel oben war, wieder oben ist - so habe ich eine schöne Oberfläche.


Mit einer Teigkarte in 12 Brötchen teilen. Ich habe nur 6 Brötchen geteilt und die beiden Seitenstreifen verdreht, so daß Stängchen entsehen. Die Brötchen habe ich überkreuz eingeschnitten, das ist optional. Der Teig sollte nicht dicker als 2-3 cm sein.


Backofen mit Pizzastein oder Blech auf der 2. Schiene von unten auf 230°C eine halbe Stunde aufheizen. Dann die Brötchen auflegen (beim Blech auf Backpapier) und mit Wasser besprühen. Auf den Boden des Backofens ein halbes Glas Wasser gießen und den Backofen sofort schließen. Nach 10 Minuten den Dampf kurz durch Öffnen der Backofentür ablassen, die Brötchen mit Wasser besprühen. Weitere 15 Minuten backen, dabei 5 Mintuen vor Ende nochmals mit Wasser besprühen, so bekommen sie eine schöne goldbraune Farbe und werden knusprig. Die Brötchen und Stängchen sind gut, wenn sie sich beim Klopfen auf den Boden hohl anhören. Auskühlen lassen und genießen.

Übernacht-Bürli als Brötchen und Stängchen

Wer mag, bestreut die Bürli noch mit Saaten oder Körnern vor dem Backen.

Übernacht-Bürli als Brötchen und Stängchen

Am Besten schmecken die Bürli frisch aus dem Ofen, man kann sie auch gut einfrieren und nochmals kurz nach dem Auftauen aufbacken.

Übernacht-Bürli als Brötchen und Stängchen