Geburstagskuchen im Doppelpack: Streusel-Käsekuchen mit Konfitüre und Mississippi Mud Pie

29.01.2015
Mein gestriger Geburtstag war mal wieder eine gute Gelegenheit zum Kuchenbacken und Kollegenverwöhnen. Es sollte etwas mit Quark und etwas Schokoladiges sein und so fiel die Wahl auf einen Käsekuchen mit Streuseln, in dem eine Konfitüreschicht das gewisse Extra ist und einen mehr als schokoladigen Mississippi Mud Pie.
Leider habe ich keine guten Fotos von den Kuchen im Büro gemacht, mir fiel das überhaupt erst ein, als ich schon Stücke geschnitten hatte. Aber egal, die Rezepte müssen auf den Blog, denn beide Exemplare wurden bis auf den letzten Krümel vernascht und es gab viel Lob.

Mississippi Mud Pie


Zutaten für den Boden

  • 200 g Mehl, Typ 405
  • 25 g Kakaopulver
  • 50 g Zucker
  • 125 g Butter
  • 1 Espresso
Mehl mit Zucker und Kakaopulver mischen, Butter in kleinen Stücken und den Espresso dazugeben und mit den Knethaken zu einem Teig verkneten. In den Boden einer 26 cm Springform Backpapier einklemmen, den Teig in den Springform gleichmäßig plattdrücken, dabei einen 4 cm hohen Rand formen. Springform für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Alternativ kann man auch den Teig zu einer Kugel formen, in Klarsichtfolie einwickeln und kühlen. Dann ausrollen und die Springform damit auskleiden. Ich finde es auf die andere Art allerdings leichter.
Nach der Kühlzeit den Backofen auf 190°C Umluft vorheizen. Einen Kreis aus Backpapier ausschneiden und diesen auf den Teig legen. Mit 500 g Erbsen beschweren und 25 Minuten auf mittlerer Schiene blindbacken. Erbsen und Backpapier entfernen.

Zutaten für die Schokoladenschicht
  • 150 g weiche Butter
  • 300 g brauner Zucker
  • 4 Eier, Gr. M
  • 300 ml Sahne
  • 40 g Kakaopulver
  • 150 g Zartbitterschokolade
Die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Butter und Zucker schaumig rühren, bis der Zucker sich löst. Eier nach und nach hinzufügen, dann die Sahne und das Kakaopulver. Zum Schluß die füssige Schokolade unterrühren. Masse auf den Boden gießen. Backofen auf 160°C Umluft reduzieren und für weitere 45 Minuten backen. Bei geöffneter Backofentür vollständig abkühlen lassen. Kuchen über Nacht kaltstellen.
  • 400 g Sahne
  • Schokoladenraspel oder Streusel
Sahne steifschlagen und auf dem Kuchen verteilen. Mit Schokoladenrasel verzieren.

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Streusel-Käsekuchen mit Konfitüre


Zutaten für den Boden und die Streusel
  • 175 g kalte Butter
  • 300 g Mehl, Typ 405
  • 150 g Zucker
  • 1 Ei, Gr. M
  • 250 g Konfitüre mit hohem Fruchtanteil (ich hatte Cranberries/Heidelbeere von St.Dalfour) oder Zwetschgenmus
In den Boden einer Springform Backpapier einklemmen. Mehl und Zucker mischen,  Ei und Butter in kleinen Stücken hinzugeben und mit Knethaken zu Streuseln verkneten. 3/4 der Streuseln zu einem Boden und einem 4 cm hohen Rand in die Springform drücken. Konfitüre gleichmäßig auf dem Boden verstreichen.

Zutaten für die Käsecreme
  • 150 g Zucker
  • 750 g Quark, 40%
  • 4 Eier, Gr. M
  • Mark einer Vanilleschote
  • 40 g Speisestärke
  • Abrieb einer Bio-Zitrone
  • Saft einer halben Zitrone
Alle Zutaten gründlich miteinander verrühren und auf dem Teig verteilen. Restliche Streusel darauf verteilen und ca. 60 Minuten backen, bis die Streusel goldgelb sind. Bei geöffneter Backofentür vollständig auskühlen lassen und nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.

Peperonata - gegrillte Paprika in Öl und Zitrone

26.01.2015
Antipasti sind meine Geheimwaffe, wenn ich zu einer Party eingeladen werde. Ich bereite dann einen bunten Mix aus Pilzen, Paprika, Bohnen, Mozzarella mit Schinken und auch Paprika mit verschiedenen Würzungen zu, und die Gäste sind immer begeistert. Nur vergesse ich jedes Mal, das genaue Rezept zu notieren, ich koche alles frei Schnauze. Da am Wochenende noch ein Paprika-Mix im Kühlschrank dümpelte, habe ich daraus Peperonata zubereitet und dieses Rezept macht den Auftakt zu meiner ganz persönlichen Antipasti-Reihe. Gern könnt Ihr Paprika verwerten, die schon leicht schrumpelig sind.


Zutaten
  • 3 Paprika, rot, grün, gelb
  • 1 Knoblauchzehe, in feinen Scheiben
  • 1 EL gehackte, glatte Petersilie
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL Zitronensaft
  • Abrieb einer halben Zitrone
  • Fleur de Sel
Paprika halbieren, entkernen und auf ein mit Alufolie ausgelegtes Blech legen. An den Rändern 3 bis 4 Mal 3 cm tief einschneiden, so daß die Paprika gleichmäßig aufliegt. Nehmt bitte kein Backpapier wie ich, das kohlt zu sehr an.


Backofengrill auf höchster Stufe vorheizen und das Blech auf der obersten Schiene einschieben. Paprika grillen, bis die Haut komplett schwarz ist, das dauert nur einige Minuten, also dabeibleiben.
Paprikahälften mit der Haut nach unten in eine Schüssel geben und diese zudeckeln oder mit Folie verschließen. 20 Minuten abkühlen lassen, dann die Haut abziehen und das Paprikafleisch in lange, ca. 1 cm breite Streifen reißen. Mit Knoblauch, Olivenöl, Petersilie, Zitronensaft und Abrieb mischen und mit Fleur de Sel abschmecken. Mindestens 3 Stunden ziehenlassen, gern auch über Nacht.

Buchweizen-Speck-Pfannkuchen nach Martina & Moritz

25.01.2015
Schon einige Rezepte mit Buchweizen sind mir über den Weg gelaufen, aber noch nie hatte es eine Packung Buchweizenmehl in mein Vorratsregal geschafft. Das änderte sich neulich, als wir mal wieder einen Großeinkauf machten, und ich sogar welches in Bio-Qualität entdeckte. Und ich wußte sofort, was draus werden sollte: dünne und knusprige Buchweizenpfannkuchen, die ich bei Martina & Moritz vor Kurzem gesehen hatte. Da Buchweizenmehl kein Gluten, also Kleber enthält, mischt man es mit einem glutenhaltigen Mehl und läßt den Teig am Besten über Nacht im Kühlschrank quellen. Es schmeckt leicht nussig und die Pfannkuchen bekommen so einen besonderen Pfiff.


Zutaten
  • 100 g Weizenmehl, Typ 550
  • 150 g Buchweizenmehl
  • 3 Eier, Gr. M
  • Salz und Pfeffer
  • 100 ml Bier nach Wahl (ich hatte Alt)
  • ca. 550 ml Milch
  • 1 Paket Bacon
  • etwas Butterschmalz
Beiden Mehlsorten mischen. Eier mit einem Schneebesen unterrühren, dabei salzen und pfeffern. Bier und Milch nach und nach unterrühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Der Teig sollte die Konsistenz von flüssiger Sahne haben, evtl. noch etwas Milch zugeben. Den Teig zugedeckelt ein paar Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank ruhen lassen.

Bacon in einer beschichteten Pfanne portionsweise anbraten, einen Stich Butterschmalz dazugeben. Ich habe die Baconscheiben halbiert und jeweils 4 Stücke in einer großen Pfanne pro Pfannkuchen kurz angebraten. Jeweils eine Kelle Teig drübergeben, dabei die Pfanne schwenken. Der Pfannkuchen sollte dünn sein, dann wird er schön knusprig. Sobald er am Rand Farbe bekommt, wenden. So nacheinander die Pfannkuchen abbacken, bei einer großen Pfanne ergibt das ca. 8 Stück. Im Backofen warmhalten.

Wer mag, ißt dazu das ebenfalls für den Niederrhein so typische Rübenkraut oder Apfelmus. Für das Apfelmus einfach ein paar Äpfel schälen, entkernen, in kleine Stücke schneiden und mit einer ausgekratzten Vanilleschote in einem Topf mit etwas Wasser aufkochen. Nach Belieben mit Zucker süßen, Vanilleschote entfernen, pürrieren und erkalten lassen.


Natürlich schmecken die Pfannkuchen auch ohne Bacon. Sie lassen sich auch toll erkaltet füllen mit Frischkäse und z.B. Lachs, dann einfach aufrollen und in Scheiben schneiden für einen kleinen Snack oder Vorspeise.

Gyros İskender style

24.01.2015
Als ich Ende der 80er Jahre zum ersten Mal ein türkisches Restaurant besucht habe, wurde mir ein İskender Kebap empfohlen und bis heute esse ich das sehr gern.
Das Gericht ist nach seinem Erfinder İskender Efendi benannt, der im späten 19. Jahrhundert in Bursa lebte, weswegen es auch oft Bursa Kebap, aber auch Hacıbey Kebap, Uludağ Kebap oder Yoğurtlu Kebap genannt wird. Beim İskender Kebap wird das am Spieß gegrillte und dünn abgeschnittene Lammfleisch mit Fladenbrot, Joghurt, gegrillten Paprika, Tomaten und zerlassener Butter serviert. Da ich keinen Drehspieß besitze und gerade Gyros vom Schwein beim Metzger des Vertrauens im Angebot war, gab es die Gyrosvariante und ich muß sagen: es schmeckte mir besser als im Restaurant. Natürlich funktioniert es auch mit Lamm oder Huhn.


Zutaten
  • 1 kleines oder 1/3 großes Fladenbrot, in Würfeln von 2-3 cm
  • 50 g Butter, geschmolzen
  • 500 g Gyrosfleisch
  • 2 EL Öl
  • 5 Strauchtomaten
  • 60 g Tomatenmark
  • 1 TL Oregano
  • 100 ml Wasser
  • 200 g Joghurt 10%
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Milch
  • 50 g Feta
  • glatte Petersilie, gehackt
2 Tomaten in Scheiben schneiden und eine Platte damit am Rand auslegen.
Joghurt mit etwas Milch und dem gepreßten Knoblauch zu einer dickflüssigen Sauce anrühren.
3 Tomaten über Kreuz einritzen, in kochendem Wasser kurz überbrühen, schälen, entkernen, Fruchtfleisch kleinschneiden und in einer kleinen, beschichten Pfanne oder einem Topf anschmoren, bis es zerfällt. Tomatenmark, Oregano und Wasser hinzufügen, mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken und zu einer cremigen Sauce einköcheln.
Backofen auf 200°C Umluft vorheizen und die Fladenbrotwürfel auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech rösten, bis sie leicht Farbe nehmen. 
Gyros in 2 EL Öl anbraten, bis es knusprig braun ist.

Jetzt wird geschichtet:
die Fladenbrotwürfel auf die Platte geben, mit geschmolzender Butter übergießen
die Hälfte der Johurtsauce darauf verteilen
Fleisch darauf verteilen
mit Tomatensauce überziehen
restliche Joghurtsauce darauf verteilen
Schafskäse drüberbröckeln
und das Ganze mit Petersilie krönen


Wir stellen immer die Platte zwischen uns und jeder ißt von seiner Seite, wir schaffen übrigens bei gutem Hunger diese Portion, eigentlich reicht sie für drei ;o)

Vanille-Panna Cotta mit Pfirsich-Prosecco-Gelee

23.01.2015
Das Rezept für mein Dessert beim Dreigang-Menü habe ich bei Ariane entdeckt. Ihr Blog ist ein Fundgrube für italienische Rezepte, aber auch kein Wunder - sie wohnt in Rom. Das Rezept reicht perfekt für vier Portionen. Da es zu dieser Jahreszeit keine guten frischen Pfirsiche gibt, bin ich auf ungesüßte Dosenpfirsiche ausgewichen, das war absolut okay.


Zutaten für das Pfirsich-Prosecco-Gelee
  • 1 kleine Dose Pfirsiche, abgegossen, Saft anderweitig verwerten
  • 40 g Zucker
  • 3  Blatt Gelatine
  • 50 ml Prosecco
Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Pfirsiche mit Zucker pürrieren. Gelatine gut ausdrücken und in einem kleinen Topf erhitzen. Von der Flamme nehmen und nach und nach löffelweise das Püree unterrühren, damit sie abkühlt. Dann die Gelatinemischung zum Püree geben und gründlich verrühren. Prosecco einrühren und in Gläser füllen. Ich habe die Gläser in einer Muffinform schräg gestellt, das gibt einen netten Effekt. Mindestens 3 Stunden anziehen lassen.

Zutaten für die Vanille-Panna Cotta
  • 500 ml Bio-Sahne ohne Carrageen
  • 50 g Zucker
  • Mark einer halben Vanilleschote
  • 2 Blatt Gelatine
Sahne mit Zucker, Vanillemark und der ausgekratzen Vanilleschote aufkochen und 15 Minuten offen unter gelegentlichem Rühren sanft köcheln lassen. Nebenbei die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Vanilleschote entfernen, Topf von der Flamme nehmen. Gelatine gründlich ausdrücken und in die heiße Sahne geben. Unter gelegentlichem Rühren abkühlen lassen, ich fülle die Sahne dazu in eine weite Schüssel und lege Kühlakkus drunter. Sobald die Sahne abgekühlt ist, in die Gläser abfüllen. Weitere drei Stunden kühlen und fertig ist ein tolles Dessert, nach dem sich Eure Gäste sicherlich die Finger lecken werden.

Die Vanille-Panna Cotta schmeckt auch pur oder mit jedem anderen Obst.

Kartoffel-Pilz-Risotto mit rückwärts gebratenem Entrecôte und Kresse-Mandel-Pesto

22.01.2015
Das, was ich Euch heute präsentieren, ist das Ergebnis der Zutaten, die mir meine Freundin zugerufen hat: Rind, Kresse, Kartoffeln. Lediglich vom Risotto ist ein Händchen voll übrig geblieben, der Rest war genau richtig für vier Personen.


Zutaten für das Kartoffel-Pilz-Risotto
abgewandelt nach Annemarie Wildeisen
  • 900 ml Gemüsebrühe
  • 20 g getrocknete Steinpilze
Gemüsebrühe aufkochen und über die Steinpilze geben. Mindestens 20 Minuten ziehenlassen, dann die Steinpilze herausfischen und feinhacken.
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 mittelgroße Zwiebeln, in feinen Würfeln
  • 2 Knoblauchzehen, gepreßt
  • 250 g Champignons, je nach Größe geviertelt oder geachtelt oder auch in Scheiben
  • 4 große, festkochende Kartoffeln in Würfel von 1 cm
  • 200 g Risotto-Reis, z.B. Arborio oder Carnaroli
  • 100 ml Weißwein oder Prosecco
  • 80 g Parmesan
  • 2 EL Crème fraîche
  • 1 Bund glatte Petersilie, gehackt.
Gemüsebrühe erhitzen. Olivenöl in einer großen, beschichteten Pfanne erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin anschwitzen. Champignons, Steinpilze und Kartoffel hinzugeben und unter Rühren 5 Minuten anbraten. Reis zugeben, umrühren. Weißwein angießen und verdampfen lassen. Nach und nach kellenweise Brühe angießen und unter gelegentlichem Rühren auf mittlerer Hitze gar köcheln, bis der Reis noch leicht Biß hat und die Kartoffeln weich sind. Parmesan, Crème fraîche und Petersilie untermischen und sofort servieren.


Zutaten für das rückwärts gebratene Entrecôte 
  • 3 daumendicke Scheiben Entrecôte oder Rib Eye Steak (je ca. 250 g)
  • Rapsöl
  • grober Steakpfeffer, Fleur de Sel
Fleisch dünn mit Öl einpinseln und einzeln in Alufolie einwickeln. Auf einem Rost auf mittlerer Schiene platziert bei 55°C Umluft 1-1,5 Stunden Temperatur annehmen lassen. Grillpfanne erhitzen, Steaks auspacken, trockentupfen und scharf von beiden Seiten anbraten. Wie blutig Ihr es haben wollt, entscheidet selbst. Das Fleisch dann nochmal kurz in den mittlerweile auf 100°C vorgeheizten Backofen zum Entspannen legen. Schräg in Streifen schneiden und mit grobem Steakpfeffer und etwas Fleur de Sel würzen.

Zutaten für das Kresse-Mandel-Pesto 
  • 3 Schälchen Kresse
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Mandelblätter
  • 3 EL geriebenen Parmesan
  • 100 ml Olivenöl
Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab zerkleinern. Evtl. noch Parmesan oder Öl zugeben, bis es die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Über die Steakstreifen geben und servieren.

Ziegenfrischkäsemousse im Salatbett auf Rote-Bete-Carpaccio mit Mango-Olivenöl-Dressing und Chili-Parmesan-Hippen

21.01.2015
Puh, was für ein langer Name! Aber kürzer kann man einfach nicht beschreiben, was wir zur Vorspeise bei unserem Dreigang-Menü auf dem Teller hatten. Leider nicht gut geknipst, aber laßt Euch versichern: superlecker! Die Zutaten sind für vier Personen genau ausreichend.


Zutaten für die Ziegenfrischkäsemousse
  • 150 g Ziegenfrischkäse
  • 150 g Sahnequark
  • 2 Blatt Gelatine
  • 3 EL Milch oder Wasser
Ziegenfrischkäse, Quark und Milch glattrühren. Mit Salz, Pfeffer und Gewürzen nach Wahl würzen. Ich habe 1/4 TL Pul Bieber und 1/2 TL getrockneten Dill verwendet, Ihr könnt das Mousse natürlich auch schneeweiß lassen. Gelatine in Wasser einweichen, gut ausdrücken und in einem kleinen Topf oder in einer kleinen Pfanne erhitzen, sie darf nicht kochen. 3 bis 4 EL Creme nacheinander unterrühren, um sie abzukühlen. Dann die Gelatinemischung unter die Creme ziehen und für mindestens 2 Stunden kaltstellen. 

Zutaten für die Chili-Parmesan-Hippen
  • 80 g Parmesan, frisch gerieben
  • 1 TL Paprikapulver
    1/2 TL Pul Biber oder Chiliflocken
Alle Zutaten mischen und den Backofen auf 200°C U/O vorheizen. Jeweils einen leicht gehäuften Eßlöffel Parmesan auf das mit Backpapier ausgelegte Blech geben. Am leichtesten geht das mit einem runden Ausstechförmchen von ca. 6-8 cm, in das man den Parmesan mit einem Löffel einfüllt und dann vorsichtig nach oben wegzieht. Leicht plattdrücken und für 5 Minuten backen. Auf dem Backpapier abkühlen lassen.

Mein Tip: macht ruhig ein paar mehr, die Hippen lassen sich auch pur gut wegsnacken!

weitere Zutaten
  • 400 g Rote Bete, gegart, in hauchdünne Scheiben gehobelt
  • 150 g gemischter Pflücksalat
  • Dressing Eurer Wahl, meins bestand aus Mangoessig, Olivenöl und Schnittlauch, es schmeckt aber auch jedes andere
Rote Bete auf großen Tellern wie ein Carpaccio auslegen, etwas salzen und pfeffern. Salat mit Dressing mischen und auf jeden Teller ein Häufchen in die Mitte setzen. Ziegenfrischkäsemousse mit Löffeln oder einem Eisportionierer auf den Salat setzen. Hippen vorsichtig hineinstecken und servieren.

Kochen für Freunde oder: Was machst Du aus Rindfleisch, Kresse und Kartoffeln?

20.01.2015
Letztere Frage stellt mir meine Freundin Iris vorletzten Samstag beim allabendlichen whatsappen. Rindfleisch, Kresse und Kartoffeln und die Kartoffeln nicht in einer 'langweiligen' Variante als Salzkartoffeln, das war die Vorgabe. Ich hatte sofort eine Idee und habe diese letzten Samstag dann in die Tat umgesetzt, sowas lasse ich ja nicht auf mir sitzen. 
Es gab ein leckeres Dreigang-Menü, und im Hauptgang habe ich die drei Zutaten verwendet. Es war übrigens mein erstes Menü dieser Art, bisher gab es immer nur Buffets bei uns, und es kam alles richtig gut an. Aufgabe erfüllt, liebe Iris - und die nächste Aufgabe stelle ich Dir! ;o)
Leider hatte ich bei der ganzen Koch-und Anrichterei nicht viel Zeit für schöne Fotos, diese sind nur auf die Schnelle gemacht... das muß ich beim nächsten Mal noch üben. Es gab:


Vorspeise
Ziegenfrischkäsemousse im Salatbett
auf Rote-Bete-Carpaccio
mit Mango-Olivenöl-Dressing
und Chili-Parmesan-Hippen
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Hauptgang
Kartoffel-Pilz-Risotto
mit Steakstreifen vom rückwärts gebratenem Entrecôte
und Kresse-Mandel-Pesto
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Dessert
Vanille-Panna Cotta
mit Prosecco-Pfirsich-Gelee


Alle Rezepte habe ich ganz risikolustig zum ersten Mal ausprobiert und alles ist gelungen, deshalb gibt es sie in den nächsten Tagen für Euch.

Erbsensuppe

19.01.2015
Als Kind habe ich sie gehaßt, heute könnte ich mich reinlegen: in Erbsensuppe. Für mich ist sie ein echter Seelenstreichler genau wie Milchreis oder Grießbrei. Das Rezept reicht für 3 bis 4 Personen, ich würde es beim nächsten Mal verdoppeln, damit etwas zum Einfrieren bleibt.
Schälerbsen braucht man eigentlich nicht einzuweichen, ich mache das aber trotzdem, denn dadurch zerfallen sie beim Kochen viel schneller.


Zutaten
  • 250 g grüne Schälerbsen
  • 1,5 l kaltes Wasser
Die Schälerbsen über Nacht im Wassser einweichen.
  • 1 Zwiebel
  • 2 El Öl
  • 300 g durchwachsener Bauchspeck (Gelderländer Speck)
  • 500 g festkochende Kartoffeln, in kleinen Würfeln
  • 300 g Möhren, in kleinen Würfeln
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 EL getrockneter Majoran
  • 1 EL Gemüsebrühe
Öl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel darin anschwitzen. Bauchspeck im Ganzen zugeben und kurz mitbraten, dann die Erbsen samt Einweichwasser und die Lorbeerblätter zugeben. Aufkochen, Hitze reduzieren und zugedeckt sanft ca. eine Stunde köcheln lassen, bis die Erbsen weich sind. Lorbeerblätter und Fleisch herausnehmen. Kartoffeln, Möhren, Majoran und Gemüsebrühpulver zugeben und kochen, bis das Gemüse weich ist.
Die Flüssigkeit und ca. 3-4 Kellen Möhren-Kartoffel-Erbsen-Gemisch in einen anderen Topf umparken, dabei möglichst wenig Erbsen nehmen. Die verbleibende Masse fein pürrieren und in den zweiten Topf geben, alles miteinander vermengen und nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wer mag, befreit den Bauchspeck von der Schwarte, schneidet den Bauchspeck klein und gibt es wieder zur Suppe. Wem das zu fett ist, der kann auch ein paar Wienerle in Scheiben reinschnibbeln.


weltbeste Jägersauce

15.01.2015
... oder doch eher Pilzrahmsauce? Nennt sie, wie Ihr wollt, sie ist einfach nur lecker! Daher auch der Begriff weltbeste, denn für uns gibt es keine bessere Sauce zu Schnitzeln, Kotelett oder Filet, Schwein, Huhn, Rind. Auch zu Nudeln oder Reis macht sie eine gute Figur... ach, probiert sie einfach aus! ;o)


Zutaten
  • Fleisch nach Wahl, wir hatten zwei Lummerkotelett
  • etwas Butterschmalz oder Bratfett eurer Wahl
  • 300 g braune Champignons, in dünnen Scheiben
  • 1 Zwiebel, in feinen Würfeln
  • 1 leicht gehäufter TL Tomatenmark
  • 200 g Sahne
  • 1 TL Gemüsebrühpulver
  • 1 EL gehackte Kräuter nach Wahl (z.B. 8 Kräuter TK)
  • Salz, Pfeffer
Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Fleisch anbraten, in Alufolie wickeln und im Backofen bei 50 Grad warmhalten. In die gleichen Pfanne Champignons und Zwiebeln geben und unter gelegentlichem Rühren anbraten, bis die Flüssigkeit verdampft ist und alles leicht Farbe nimmt. Tomatenmark zufügen und kurz mitbraten.
Sahne in einen Meßbecher geben, mit Wasser auf 250 ml auffüllen. Gemüsebrühpulver und Kräuter zugeben und vermischen. Zu den Champignons geben und unter gelegentlichem Rühren bis zur gewünschten Konsistenz einköcheln lassen, das dauert ungefähr 5 Minuten. Fleisch auspacken, auf Tellern oder einer Platte anrichten, den Fleischsaft zur Sauce geben und unterrühren.


Brokkoli-Cannelloni mit scharfer Tomatensauce nach Tim Mälzer

14.01.2015
Seit Urzeiten lag eine Packung Cannelloni von meinem Lieblings-Italo-Dealer in Köln im Vorratsschrank und wartete auf Verwendung. Als mich nun ein schöner grasgrüner Brokkoli aus der Bio-Kiste anschaute, war es soweit - sie fanden den Weg in die Aufflaufform. Das Rezept stammt aus dem Buch Greenbox von Tim Mälzer, ich habe es ganz leicht modifiziert.
Es eignet sich prima zum Vorbereiten, denn ich habe die Cannelloni bereits am Vorabend gefüllt und mit Tomatensauce bedeckt, dann gut abgedeckt um im Kühlschrank geparkt. Am nächsten Abend dann nur noch in den Ofen geschoben, mit Käse bedeckt und gewartet, bis dieser goldgelb geschmolzen war... ein Genuß!


Zutaten
  • 12 Cannelloni
  • 100 g Sahnequark oder Frischkäse
  • 100 g Feta
  • 2 Eier, Gr. M
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuß
  • 1 Brokkoli, ca. 500 g
  • 2 Dosen stückige Tomaten (je 425 g Einwaage)
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 TL Chiliflocken oder Pul Biber
  • 150 g Reibekäse, z.B. Mozzarella
Quark, Feta und Eier in einer Küchenmaschine oder Thermomix miteinander vermischen. Brokkoli in Röschen teilen, Strunk schälen. Alles in die Küchenmaschine geben und zerkleinern, bis eine etwas stückige, aber cremige Masse entstanden ist, im TM dauert das ca. 8 Sekunden auf Stufe 5. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuß kräfitg abschmecken.
Eine Auflaufform mit etwas Olivenöl ausstreichen. Brokkolimasse in einen Spritzbeutel füllen, Spitze abschneiden und die Masse in die Cannelloni füllen. Diese nebeneinander in die Auflaufform legen.

Tomaten mit Zimt, Chiliflocken, Salz und Pfeffer abschmecken und über die Cannelloni geben.Ihr könnt natürlich auch statt der stückigen Tomaten ganze nehmen und diese pürrieren.


Backofen auf 180°C Umluft vorheizen, auf mittlerer Schiene ca. 45 Minuten backen. Käse drüberstreuen und weiterbacken, bis der Käse goldgelb geschmolzen ist.


Buttermilchstuten

13.01.2015
Dieses Rezept gehört ein bißchen in die Kategorie 'outtakes from my kitchen', denn ich habe nicht die richtige Größe der Kastenform gewählt und so quoll mir der Teig etwas über... Memo an mich: unbedingt die 30 cm Kastenform benutzen oder Rezept halbieren! ;o) 
Da der Stuten aber superlecker war und eine tolle Porung hatte, gibt's es heute schon das Rezept mit einem nicht ganz so fotogenen Brot. Der zweite Versuch folgt bald.


Zutaten
für eine 30 cm Kastenform
  • 300 ml Buttermilch + 1-2 EL zum Bestreichen
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 450 g Mehl, Typ 405
  • 60 g Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 60 g geschmolzene Butter
  • Ei, Gr. M
Die Buttermilch in einem Topf lauwarm erwärmen, von der Herdplatte nehmen, die Hefe hineinbröckeln, 2 EL Mehl und 1 EL Zucker dazugeben, alles glatt rühren und zugedeckt ca. 5 Min. gehen lassen.

Restliches Mehl und Zucker mit Salz in einer Rührschüssel mischen. Die Butter bei schwacher Hitze schmelzen, mit der Hefemischung und dem Ei zur Mehlmischung geben und 5 Minuten zu einem sehr weichen, aber elastischen Teig verkneten. Diesen zugedeckt an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen. Die Form einfetten und mit Mehl bestäuben oder mit Backpapier auslegen. Den Teig in die Form füllen, mit nassen Fingern glattstreichen und nochmals zugedeckt 15 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen. 

Teig diagonal einritzen, mit Buttermilch bepinseln und 40 Minuten goldgelb backen. Auf einem Gitterrost vollständig abkühlen lassen.

Walnussbrot mit Apfelsaft aus dem Topf

12.01.2015
Am Sonntag habe ich wieder mal ein Brot im Gußtopf gebacken, das Resultat war ein Prachtstück mit weicher Porung und krachender Kruste - so mögen wir das. Das Rezept stammt von Sandra, ich habe es ein wenig verändert. Beim nächsten Mal würde ich noch zusätzlich 50 g Erdnüsse zugeben.


Zutaten für den Vorteig
  • 50 g Sauerteig
  • 150 g Weizenmehl, Typ 1050
  • 150 g Wasser
Alle Zutaten miteinander verrühren und zugedeckelt bei Zimmertemperatur 18 Std. gehen lassen. Ich stelle die Schüssel einfach in den geschlossenen Backofen, dann bekommt sie keinen Zug.

Zutaten für den Hauptteig
  • Vorteig
  • 200 g Dinkel-Vollkornmehl
  • 200 g Weizenmehl, Typ 1050
  • 240-250 ml Apfelsaft (je nach Sauerteig und Mehlsorte)
  • 1 EL Zuckercouleur (optional)
  • 15 g Salz
  • 2 g Trockenhefe
  • 100 g Walnüsse
Die Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett rösten.
Die Mehle zusammen mit dem Vorteig, Hefe und Apfelsaft vermengen und für etwa 5 Minuten auf kleinster Stufe kneten. Salz und die Walnüsse zufügen weitere 5 Minuten auf Stufe 2 kneten. Die Schüssel abdecken und bei Zimmertemperatur für etwa 1,5 Std. gehen lassen, dabei jeweils nach 30 Minuten den Teig falten. Ich heize dazu den Backofen auf 50 Grad vor, schalte ihn aus und lasse die Backofenlampe an.
Den Teig zu einem Laib formen, rundherum mehlen und in ein Gärkörbchen geben, Schluss nach unten. Nochmals für etwa 1 Stunde gehen lassen.


Gußtopf bei 250°C U/O eine halbe Stunde vorheizen. Topf herausnehmen, Deckel abnehmen und Teig hineinkippen. Deckel auflegen und auf mittlerer Schiene einschieben. 15 Minuten bei 250°C backen, Temperatur auf 200°C senken und weitere 15 Minuten backen. Deckel abnehmen und noch 15 Minuten backen, es soll sich beim Klopfen auf den Boden hohl anhören. Das Brot auf einem Gitter auskühlen lassen.

4K-Fritters

08.01.2015
4K, das steht für Kürbis, Kartoffeln, Karotten und Käse und diese Mischung gibt ganz wunderbar knusprige Fritters, die auch kalt gut gegessen werden können. Das Rezept ergibt ca. 15 handtellergroße Fritters.


Zutaten
  • 400 g Hokkaidokürbis, grob geraspelt
  • 250 g Kartoffeln, grob geraspelt
  • 250 g Karotten, grob geraspelt
  • 1 Zwiebel, grob geraspelt
  • 2 Knoblauchzehen, gepreßt
  • 100 g Haferflocken (ich hatte 50 g kernige und 50 g zarte)
  • 100 g Reibekäse
  • 4 Eier, Gr. M
  • 2 EL Speisestärke
  • Butterschmalz zum Braten
Gemüseraspel mit Zwiebel, Haferflocken, Käse, Eiern und Speisestärke gründlich vermischen. Mit Salz und Pfeffer kräfitg abschmecken. Nach Belieben noch Muskatnuß und/oder Pul Biber bzw. Chiliflocken zufügen, ich hatte einen TL Pul Biber. Die Menge wirkt 'polterig', hält aber beim Ausbacken prima zusammen.


Reichlich Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne erhitzen, Hitze reduzieren und eine handtellergroße Menge Teig pro Fritter hineingeben. Vorsichtig plattdrücken und langsam braten, bis sie goldgelb sind. Auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen und die nächste Portion abbacken.


Dazu schmeckt gut ein grüner Salat und ein Dip aus Quark, Schmand oder wie bei uns Sour Cream.

überbackene Spaghetti mit Lauch und Räucherlachs

07.01.2015
'Use what you have' finde ich ein tolles Motto, denn bei wem verstecken sich nicht ab und an Dinge in Untiefen des Kühlschrank und der Vorratskammer, die einfach immer weiter nach hinten wandern und in Vergessenheit geraten, bis sie verdorben sind? Vom Silvesterfrühstück war noch eine Packung Lachs übriggeblieben, Spaghetti, Ziegenfrischkäse, Schmand und Eier sind sowieso immer vorrätig. Als dann zwei Stangen Lauch in der Bio-Kiste kamen, entstand die Idee zu diesem Rezept.


Zutaten
  • 150 g Spaghetti
  • 2 Stangen Lauch, in schmalen Halbmonden
  • 1 EL Butterschmalz
  • 150 g Räucherlachs, in feinen Würfeln oder Streifen
  • 200 g Schmand
  • 150 g Frischkäse (ich hatte Ziegenfrischkäse)
  • 100 ml Milch
  • 2 Eier, Gr. M
  • 1 TL Senf
  • 50 g Reibekäse
Spaghetti in Salzwasser al dente kochen. In der Zwischenzeit das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und den Lauch darin andünsten, bis er leicht Farbe nimmt. Spaghetti abtropfen und mit dem Lauch mischen. Alles in eine leicht gebutterte Auflaufform geben. Mit dem Räucherlachs bestreuen. Schmand, Frischkäse, Milch, Senf und Eier miteinander verquirlen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und über die Nudeln geben. Mit dem Reibekäse bestreuen, ich hatte Gouda.


Backofen auf 200°C Umluft vorheizen und den Auflauf auf mittlerer Schiene backen, bis der Käse zerlaufen und goldgelb ist, das dauert ca. 20 Minuten. Mit etwas Kresse oder Schnittlauch bestreut servieren.

Tip: Wenn Ihr eine Packung Räucherlachs wie z.B. Graved Lachs oder Pfefferlachs habt, dann könnt Ihr auch gleich die beiligende Senfsauce verwenden.

cremiger Hummus حمص חומוס - mein Protest!

06.01.2015
Dieser Blog ist eigentlich ein Foodblog. Überparteilich, unpolitisch. Aber darf ich ehrlich sein?

ES KOTZT MICH AN, 
wie sich Vollpfosten von rechtsextremistischem Gesindel einfangen lassen, 
das sich noch schwachsinnigere Buchstabenkombos als Namen gibt!

ES KOTZT MICH AN, 
daß sich diese 'Welle' scheinbar wie ein Geschwür ausbreitet und auf Menschenfang geht!

Sorry, aber das mußte mal raus. Ich trete ein für ein friedliches Miteinander der Menschen, ungeachtet der Nation, mit Achtung, Verständnis, Hilfsbereitschaft. Keine Macht, keine Stimme diesem kranken Wahnsinn!

#NOPEGIDA
#BUNTSTATTBRAUN
#FOODBLOGGERGEGENRASSISMUS

Ich weiß, daß niemand von diesen Leuten meinen Blog und diesen Post lesen wird, aber dennoch benutze ich ihn heute für meinen ganz persönlichen Protest und präsentiere einen wunderbar cremigen Hummus, der in vielen Ländern der Welt Zuhause ist, aus denen Menschen hier in Deutschland mit uns leben. Gerade wir Foodblogger strecken unsere Fühler in fremde Küchen aus, nehmen ihre Gerüche, ihre Geschmäcker mit an den heimischen Herd und erweitern so unseren Horizont - Rezept für Rezept! Laßt uns niemals damit aufhören!


Zutaten
  • 1 kleine Dose Kichererbsen (265 g Einwaage)
  • 100 g Tahinipaste (Sesampaste)
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1-2 Zehen Knoblauch, gepreßt
  • 1/2 TL Salz
  • etwas Wasser von den Kichererbsen
  • hochwertiges Olivenöl
  • Pul Biber oder Chiliflocken, Sesam, Schwarzkümmel zum Bestreuen
Die Kichererbsen abgießen, das Wasser dabei auffangen. Die Kichererbsen von ihren Schalen befreien, das ist zwar etwa knibbelig, lohnt sich aber auf jeden Fall.
Kichererbsen mit einer Küchenmaschine oder Zauberstab zerkleinern. Tahinipaste, Zitronensaft, Knoblauch und Salz zugeben und zu einer feinen Paste mixen, dabei nach und nach etwas Kichererbsenwasser zugeben, bis Euch die Konsistenz gefällt. Ich mag es gern etwas dünner, probiert es einfach aus.
In eine flache Schüssel oder auf einen Teller geben, mit einem Löffel Vertiefungen hineindrücken. Mit Olivenöl, Sesam und Pul Biber / Chili bestreuen und servieren. Hummus kann mit Brot oder Gemüsesticks gedippt werden, einen Burger oder Falafel veredeln oder oder oder...

Macht Ihr mit und postet auch ein Protestrezept? Ich würde mich riesig freuen!

Malzbiergulasch aus dem Slowcooker

05.01.2015
Unser Slowcooker aka Mr. Morphy war wieder in Aktion und hat uns am Wochenende ein leckeres Malzbiergulasch gekocht. Entgegen meiner Vermutung, die Sauce würde durch das Malzbier leicht süßlich schmecken, war es herzhaft und ungeheuer saftig. Wer mag, brät Fleisch und Zwiebeln vorher an, ich habe das nicht getan und habe es auch nicht vermißt.


Zutaten
  • 1 kg Rindergulasch, in Würfeln mit ca. 3 cm Kantenlänge
  • 500 Gramm Zwiebeln, in sehr kleinen Würfeln
  • 1 rote oder gelbe Paprika, in sehr kleinen Würfeln
  • 1 Knoblauchzehe, gepreßt
  • 500 ml Malzbier
  • 1 EL Senf
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1 EL Gemüsebrühpulver
  • Salz, Pfeffer, Paprika
Zwiebeln mit Paprika und Knoblauch in den Slowcooker geben und vermischen. Gulaschfleisch kräftig mit Paprika, Salz und Pfeffer würzen und auf die Zwiebelmischung geben. Malzbier mit Senf, Tomatenmark und Gemüsebrühpulver verquirlen und über das Fleisch geben. Deckel aufsetzen und 2 Stunden auf high, 6 Stunden auf low garen. Prüfen, ob das Fleisch zart ist; wenn nicht, weiter auf low garen. Nochmals abschmecken.
  • 20 g Mehl
  • 100 g  Schmand
Mehl mit Schmand vermischen und ins Gulasch einrühren, 30 Minuten auf high garen. Ich habe noch 200 g selbstgesammelte Walzpilze angebraten und zum Schluß unter das Gulasch gerührt, es gehen auch Champignons oder TK-Waldzpilze.

Jahresrückblick 2014

02.01.2015
Sabine ist neugierig und fragt nach unserer #foodblogbilanz14. Sehr gern beantworte ich ihre Fragen und schaue damit zurück auf ein tolles Küchenjahr im Greenwaycastle.

1. Was war 2014 Dein erfolgreichster Blogartikel?
Der am häufigsten aufgerufene Blogpost waren die Laugenmuffins. Ein weiterer erfolgreicher Blogpost, der allerdings bereits aus 2013 stammt, war aber auch das Toastbrot, denn es breitete sich plötzlich wie eine Welle über Instagram aus und wurde vielfach erfolgreich nachgebacken. Schön, wenn sich ein Rezept auf diese Weise praktisch nochmal wiederbelebt wird.


2. Welche drei Deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben Dir persönlich am meisten bedeutet?
Meine Wahl fällt auf den cremigen Tsatsiki, weil er mich an einen phantastischen griechischen Grillabend mit Liebmenschen erinnert. Dann gab es noch ein Sommerfest im Greenwaycastle, zu dem ich ganz verschiedene Dips zubereitet hatte, der Tag war wohl der heißeste im Jahr 2014 und unsere Gäste hatten viel Spaß. Und zuletzt stellvertretend für alle Brotrezepte noch das Südtiroler Speck-Zwiebel-Brot, das zeigt, wie gern ich Brot backe und das bisher mein schönstes Backergebnis war.


3. Und welche drei aus anderen Blogs haben Dich am meisten inspiriert?
Hier Blogs oder gar Rezepte herauszupicken, fällt mir schwer. Ich stöbere via Instagram und bloglovin` sehr gern auf allerlei Foodblogs herum. Sandra vom Blog From-Snuggs-Kitchen inspiriert mich immer mit ihren phantastischen Brotrezepten - es lebe das DOpfbrot! Gerd vom Blog Toettchen hat mich an einen wahnsinnig leckeren Seelenstreichler in Form von Griesbrei erinnert und auch sonst stöbere ich sehr gern auf seinem Blog herum und lese die interessanten Geschichten. Und natürlich bin ich auch wieder gern bei Chili und Ciabatta unterwegs gewesen und habe einige Rezepte wie z.B. das Red Thai Curry mit Hähnchen, Ananas und Zuckerschoten nachgekocht.


4. Welches der Rezepte, die Du 2014 veröffentlicht hast, hast Du selbst am häufigsten gekocht – und warum?
Alle Rezepte, die ich 2014 veröffentlich habe, habe ich nur einmal gekocht. Es gibt einfach viel zuviele Rezepte, die man ausprobieren kann. Zum Wiederholungstäter bin ich nur bei Rezepten geworden, die nicht in 2014 veröffentlich worden sind wie z.B. unseren Friß-mich-dumm-Nudeln und der 24-Stunden-Krautsalat, der auf keinem Grillfest fehlen darf.


5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat Dich 2014 beschäftigt? Und hast Du es gelöst?
Ich wollte schon immer Pasta selbst machen und habe es soweit gelöst, als daß ich im letztjährigen Toscana-Urlaub ein Nudeldiplom gemacht habe - da hat man was Eigenes! Jetzt fehlt mir noch eine Pastamaschine zum Ausrollen, alles weitere Zubehör liegt schon bereit.


6. Was war Deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat Dir eine völlig neue Welt eröffnet?
Naja, völlig neue Welt wäre wohl zuviel gesagt, aber ich habe die Kartoffel für mich entdeckt. Bisher fristete sie eher ihr Dasein als Beilage in diversen Formen, in 2014 wurde sie ganz oft der Star des Gerichts. Der Bratkartoffel-Bohnen-Salat war ein absoluter Genuß, Crispy Potato Roast, Kartoffeln und Blumenkohl mit Bagna Cauda, Käse-Kartoffel-Nester, Andijviestamppot und überbackene Pellkartoffeln mit Spinat-Feta-Füllung ebenso. Ich bekomme auf dem kleinen freitäglichen Nachmittagsbauernmarkt in unserem Örtchen hervorragende Knollen bei Bauer Heinrich zu kaufen.



7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf Deinen Blog gekommen sind?
Leider kann ich hier nichts Lustiges vermelden, alle Suchbegriffe bezogen sich tatsächlich auf Rezepte.

8. Was wünschst Du Dir und Deinem Blog für 2015?
Es gibt zwei Dinge, die ich mir für 2015 wünsche: 1. viel Zeit, neue Gerichte auszuprobieren und so meinen Küchenhorizont zu erweitern und 2. weiterhin so tolle Leser, die fleißig mitlesen, ausprobieren und Feedback über die Kommentarfunktion hinterlassen und damit das Salz in meiner Bloggersuppe sind!

Ich freue mich auf ein weiteres tolles Blogjahr mit Euch im Greenwaycastle!
Eure Tanni