2widos op Jück in Hamburg ~ der Isemarkt

29.08.2016
Ich war ja schon vom samstäglichen Wochenmarkt in Münster sehr beeindruckt, aber der Isemarkt in Hamburg, den wir vergangenen Samstag besucht haben, schlägt alles um Längen - und das darf man durchaus wörtlich nehmen.
Mit seiner Länge von ca. 600 m je Reihe, also 1,2 km Gesamtlänge, wenn man beide Seiten getrennt abläuft, ist er der größte Freiluftmarkt Europas. Das allein ist ja schon was, aber dazu kommt, daß er sich im Stadtteil Harvestehude zwischen den Haltestellen der U3 Eppendorfer Baum und Hoheluftbrücke unter der Viaduktstrecke befindet, was das ganze nicht nur für´s Auge richtig toll macht, sondern auch noch an Regentagen richtig praktisch ist.

Wir hatten allerdings fast schon zu gutes Wetter, es war superwarm und im Schatten der Bahn ließ es sich prima flanieren. Der Markt ist sehr grün, es gibt Gemüse, Obst und Kräuter, Blumen, Gewürze, frische Pasta, Brot, Fleisch, Fisch, Geflügel... ach, eigentlich gibt es nichts, was es nicht gibt. Dazwischen gesellen sich einige wenige Stände mit Nonfoodartikeln.

Der Markt findet Dienstag und Freitag 8.30 bis 14 Uhr statt; an Feiertagen findet meist ein Ersatzmarkttag am Vortag statt.

Ich habe Euch ein paar bunt gemischte Bilder mitgebracht:


 




 













Schade, daß ich keine frischen Sachen mitnehmen konnte, aber ein paar Gewürze und dieser Keksausstecher haben den Weg in meinen Rucksack gefunden.

Falafel ~ arabisches Fingerfood, köstlich und vegan
[Instafreunde zu Gast]

27.08.2016
Heute habe ich Besuch aus Bayern im Greenwaycastle, Nicole, die man bei Instagram unter dem Namen nikoste77 findet, bringt uns ein Imbissfood mit, welches es seit einigen Jahren aus dem arabischen Raum auch zu uns geschafft und sich neben dem guten alten Döner etabliert hat - nicht zuletzt, weil es fleischlos ist. Nicole, Du hast das Wort...

Ich heiße Nicole, bin 39 Jahre alt und verheiratet. Wir wohnen in München. Meine Kinder sind 13 und 11 Jahre alt. Meine Hobby sind Kochen und mein Garten, in dem ich Blumen und Gemüse anbaue, vor allem aber meine Tomaten. Dieses Jahr habe ich 24 Sorten angebaut, leider ist die Ernte nicht so ergiebig wie die Jahre vorher aufgrund des vielen Regens. Ich koche fast jeden Tag, meistens deutsche Küche oder oft etwas, was schnell gehen muß.
Aber ich stehe auch gerne den ganzen Tag in der Küche, wenn ich Zeit habe, und koche mehrere Gäng; dabei kann ich gut entspannen. Gerne probiere ich auch internationale Gerichte aus, wie italienisch, asiatisch oder manchmal auch orientalisch oder indisch (da besteht aber noch Übungsbedarf), halte mich aber dabei nicht immer ausschließlich an Rezepte, sondern verlasse mich viel auf mein Bauchgefühl.

Für die Falafel verwende ich eine fertige Gewürzmischung, man kann diese aber auch, wie im Rezept beschrieben, aus Cumin, Kurkuma und Chilipulver selbst herstellen.


Zutaten
  • 350 g Kichererbsen, über Nacht in kaltem Wasser eingeweicht
  • 1 Bund Petersilie, grob vorgehackt
  • 1 kleine Zwiebel, in groben Würfeln
  • 2 leicht gehäufte TL Backpulver
  • 100 ml Wasser
  • 3 EL Mehl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/2 EL Cumin gemahlen
  • ​1/2 EL Kurkuma
  • ​1-2 Messerspitze(n) Chilipulver je nach Geschmack
  • Salz nach Bedarf
Die Kichererbsen abgießen und 1/3 der Menge für ca. 50 Minuten kochen. Anschließend die ungekochten und die gekochten Kichererbsen mit den anderen Zutaten (die Gewürze dabei nach Bedarf verwenden) in der Küchenmaschine sehr fein pürieren. Die Konsistenz sollte einem festen Kartoffelbrei ähneln, evtl. noch Wasser zufügen. Im Originalrezept sind keine gekochten Erbsen vorgesehen, aber wir mögen die Konsistenz lieber mit einem Anteil gekochter Erbsen. Bällchen formen - sie sollten in etwa die Größe einer Walnuss haben. Sinnvoll ist es, zuerst ein Probebällchen zu frittieren um zu testen, ob die Konsistenz paßt und sie nicht zerfallen. Falls das der Fall ist, muß in den Teig noch etwas Mehl zur Bindung eingearbeitet werden. 
  • Öl zum Frittieren
Das Öl in einem tiefen Topf oder in einer Fritteuse erhitzen. Mit einem Holzstäbchen testen, ob das Öl heiß genug ist, es steigen Blasen am Stäbchen auf. Nun kann mit dem Frittieren begonnen werden – ich mache immer ca. 5 -6 Bällchen auf einmal. Sie sind fertig, wenn sie eine goldbraune Farbe haben. Zum Abtropfen auf ein Stück Küchenpapier/rolle legen und ggf. warmstellen.

Wir füllen unsere Bällchen in Pitabrot, dazu gibt es klein geschnittene Tomaten, Gurken und Salat. Als Dip (kann auch mit in die Tasche gefüllt werden) nehmen wir saure Sahne oder Joghurt, den ich mit frischer Minze, Falafelgewürz, Salz, Pfeffer und Knoblauch abschmecken.
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Liebe Nicole,

schon ewig wollte ich Falafel mal selbst machen, allerdings habe ich bisher immer das Frittieren gescheut. Als ich die köstlichen Bällchen bei Insta bei Dir entdeckt habe, wollte ich die Gelegenheit nutzen, das Rezept zu bekommen und es endlich zu probieren. Ganz herzlichen Dank für Deinen Besuch und Deinen Fingerandruck hier auf dem Blog.

Apfel-Toffee-Kuchen ~ was in einer Apothekenküche Leckeres entstehen kann [Instafreunde zu Gast]

20.08.2016
Schon wieder Samstag und ein weitere Instafreundin ist zu Gast im Greenwaycastle. Heute ist es jemand, dem die Kolleginnen und Kollegen den Spitznamen gegeben haben, unter dem sie auch bei Instagram zu finden ist, nämlich baerbelschlumpf. Sie bringt einen leckeren Kuchen mit und hat jetzt das Wort...

Ich bin Anja, bin Apothekerin und koche an fast allen Tagen in unserer klitzekleinen Apothekenküche für alle. Wir testen alles was uns so einfällt. Zu Hause koche und vor allem backe ich sehr gern mit meinen drei Kindern (7, 8 und 12). Unsere Apothekenküche besteht übrigens aus einer Miniküche mit zwei Platten und einer Mikrowelle. Ich hab den Kuchen das erste Mal auf Arbeit nebenbei gemacht als Wegzehrung für den Ausflug danach, mit allen Resten die sich in einer Apothekenküche so finde. Als das Foto im Urlaub entstanden ist, fehlten mir die Toffeestücke, aber der Kuchen hat trotzdem ganz toll geschmeckt.


Zutaten 
  • 3 Eier, Gr. M
  • 200 g Zucker
  • 200 g Mehl
  • 50 g gemahlene Mandeln 
  • 1/2 Päckchen Backpulver 
  • 150 g Sahne
  • etwas Vanillezucker, flüssige Vanille oder Vanillemark
  • 6-8 in kleine Stückchen geschnittene weiche Toffeebonbons
  • 2-3 Äpfel
  • 2-3 Esslöffel Zimtzucker
Eier und Zucker mit einem Schneebesen verquirlen. Mehl, Mandeln, Backpulver, Vanille und Sahne dazu geben und zu einem Rührteig verrühren. Den Teig in eine gefettete Form füllen und die Toffeestückchen darauf verteilen. Die Äpfel schälen und in Spalten schneiden, ebenfalls auf den Teig legen und mit dem Zimtzucker bestreuen. Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und ca. 45 Minuten backen
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Liebe Anja,

das Rezept für diesen köstlichen Kuchen mußte ich unbedingt auf meinem Blog haben, er sieht einfach nur gut aus. Zur beginnenden Herbstzeit paßt er perfekt und sobald unser Obsthof wieder geöffnet hat, werde ich ihn ausprobieren. Ganz herzlichen Dank für Deinen Besuch auf meinem Blog.

2widos op Jück in Köln ~ gemütlich und gut frühstücken im Literaturcafé Goldmund in Ehrenfeld

19.08.2016
Mal wieder hat es uns nach Köln gezogen und natürlich haben wir auch wieder ein Café zum Frühstück getestet. Dieses Mal hat uns unser Kölner Optikerfreund Pierre das Literaturcafé Goldmund gleich um die Ecke seines Geschäfts empfohlen und wir wurden nicht enttäuscht. Das Café liegt etwas ab vom Ehrenfelder Trubel in der Glasstraße.


Man kann in dem großen Innenbereich sitzen oder auch draußen direkt am Café. Oder, was wir allerdings erst später entdeckt haben, über die Straße rüber in einer Art Biergarten. Es ist sehr ruhig in dieser Straße, so daß man überall gut sitzen kann.


Wir suchten uns also ein Plätzchen innen und saßen zwischen ganz vielen Büchern in der Reiseliteraturecke, was mich gleich mal die Mallorca-Bücher für den bevorstehenden Urlaub aus dem Regal nehmen ließ. Auch finden dort immer wieder Lesungen statt, die Termine findet Ihr auf der Homepage, die ich am Ende verlinke.



Wir bestellten Milchkaffee, Getreidemilchkaffee (ach, was liebe ich Cafés, die ihn anbieten), zwei Frühstücke Nr. 2 und einmal Rührei mit Schinken.

 


Alles schmeckte richtig gut, so daß wir auch über die Aufbackbrötchen hinwegsehen konnten. Schade, denn frische Bäckerbrötchen hätten es perfekt gemacht. 

Dennoch kann ich dieses Café uneingeschränkt empfehlen. Allerdings weiß ich nicht, was außerhalb der Schulfereien dort los ist, aber ein Plätzchen findet man bestimmt immer.

Glasstr. 2
50823 Koeln
Öffnungszeit: täglich von 08:00 bis 01:00 Uhr

Schwarzbrottaler mit Nuß & Frucht

18.08.2016
Nußbrote und ich, das ist auch so eine (un)heimliche Liebelei. Ich mag diese Art Brot besonders gern, weil sie einfach schon mit ein bißchen Butter oder Frischkäse bestrichen toll schmeckt. Wenn dann im Brot noch Trockenfrüchte sind, umso besser. Bei Nuß und Frucht könnt Ihr nehmen, was Ihr wollt und auch Mischungen verwenden; ich habe es mit Cranberries und Haselnüssen gebacken, die ich ganz gelassen habe. Wenn Ihr Früchte wie z.B. Pflaumen oder Aprikosen verwendet, schneidet sie vorher etwas klein, damit sie sich im ganzen Teig verteilen.
Die Variante, das Brot flach in einer 26er Springform zu backen, habe ich mir bei einem Bäcker hier abgeschaut. Natürlich könnt Ihr auch eine Kastenform nehmen, aber gerade diese langen, schmalen Scheiben sind mal was anderes. Das halbe Rezept müßte in eine 20er Springform passen.

 
Nuß: z.B. Haselnüsse, Mandeln, Pistazien, Cashew, Walnüsse, Nuß-Mix
Trockenfrüchte: z.B. Cranberries, Pflaumen, Aprikosen, Äpfel, Datteln, Feigen, Rosinen, Trockenfrüchte-Mix


Zutaten
  • 250 g Weizen- oder Dinkelmehl Type 1050
  • 140 g Weizen- oder Dinkelschrot
  • 140 g Roggenschrot
  • 25 g Kürbiskerne
  • 25 g Sesamkerne
  • 25 g Leinsamen
  • 125 g Sonnenblumenkerne
  • 100 g ganze Nüsse, z.B. Haselnüsse
  • 100 g Trockenfrüchte, z.B. Cranberries
  • 1 EL Salz
Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und gut vermischen. 

  • 500 g Buttermilch 
  • 125 g Zuckerrübensirup
  • 1,5 Würfel Frischhefe
Zutaten in einem kleinen Topf ganz leicht (!) erwärmen und rühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Die Masse darf auf keinen Fall zu heiß werden, da die Hefe sonst abstirbt und nicht mehr geht. Flüssigkeit zu den trockenen Zutaten geben und auf kleiner Stufe vermengen, bis sich alles gut vermischt hat; der Teig ist sehr flüssig.


In den Boden einer 26er Springform Backpapier einklemmen, den Rand leicht fetten und mit feinen Haferflocken bestreuen. Teig einfüllen, glattstreichen und mit feinen Haferflocken bestreuen.


Backofen auf 150°C Umluft vorheizen und dann das Brot 2,5 Stunden auf mittlerer Schiene backen. Uns schmeckt es am Besten, wenn es nach dem Auskühlen in ein Geschirrtuch und Folie gewickelt über Nacht ruhen kann und erst am nächsten Tag angeschnitten wird.

gratinierte Matschkartoffeln mit Knoblauch, Parmesan und Bacon

16.08.2016
Eigentlich sollte es auf dem Blech gebackene, plattierte Kartöffelchen geben, aber die die Kartoffeln nicht so wollten wie ich, mußte ich ein bißchen umdisponieren. Herausgekommen ist zusammen mit Kräuterquark und einem Tomatensalat ein tolles Abendessen, man kann die Kartoffeln auch als Beilage z.B. zum Grillen nehmen.Wer es lieber veggie mag, läßt einfach den Bacon weg.


Zutaten
  • 1 kg kleine Kartoffeln
Kartoffeln mit Schale in Salzwasser weichkochen. Abgießen und pellen.
  • 6 EL Olivenöl
  • 4 Knoblauchzehen, gepreßt
  • 2 EL feingehackte, frische Petersilie oder Kräuter nach Wahl
  • 2 gehäufte EL frisch geriebener Parmesan
Zutaten in einer kleinen Schüssel mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer mag, gibt noch etwas Chilipulver oder Pul Biber dazu. Kartoffeln in einer Auflaufform mit einer Gabel zermatschen, d.h. mehrfach zerteilen, aber nicht komplett zu Brei stampfen. Parmesanmischung zu den Kartoffeln geben und alles vermischen.
  • 6 Scheiben Bacon, in feinen Streifen
  • 2 gehäufte EL frisch geriebener Parmesan
Baconstreifen in einer Pfanne knusprig braten und über den Kartoffeln verteilen. Mit Parmesan bestreuen.


Backofen auf 220°C U/O aufheizen und die Auflaufform auf einem Rost in der Mitte des Backofens 15 Minuten backen. Dann für 5 Minuten Oberhitze oder Grillfunktion zuschalten, bis die Oberfläche goldgelb ist.


Fischfilet mit Fenchel-Tomaten-Haube aus dem Backofen

14.08.2016
Dieses Rezept kochte BAP-Sänger Wolfgang Niedecken vor Urzeiten in der Sendung Alfredissmo mit Afred Biolek und es war eins der ersten Rezepte damals auf vor fast 5 Jahren auf meinem Blog. Und Alfredissimo war auch die erste Kochsendung, die ich regelmäßig geschaut habe und zu der ich die Kochbücher gekauft habe. Lang lang ist´s her...
Seitdem habe ich es, obwohl es so herrlich unkompliziert ist, nicht mehr gekocht, aber heute kommt es zu neuen Ehren und vor allem: zu neuen Fotos, die dem leckeren Rezept gerecht werden. Ich habe ein frisches Fischfilet mit MSC-Siegel verwendet und kann immer nur appellieren, dieses auf zu tun.


Zutaten
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 mittelgroße Zwiebeln, in kleinen Würfeln
  • 500 g Tomaten, enthäutet, entkernt, in kleine Würfeln
  • 2 Knoblauchzehen, gepreßt
  • 2 kleine Fenchelknollen, geputzt und entstrunkt ca. 500 g, in 0,5 cm breiten Streifen
  • 400 g Fischfilet nach Wahl, ich hatte Rotbarsch
  • 2 EL gemischte, gehackte Kräuter nach Wahl, ich hatte 8 Kräuter TK
  • Saft einer Zitrone
  • 2 EL Honig
  • Salz & Pfeffer
  • nach Belieben etwas Chilipulver, ich hatte 1/2 TL Pul Biber
Olivenöl in einer beschichteten Pfanne, zu der es einen Deckel gibt, erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin anschwitzen. Fenchel (und evtl. feingehacktes Fenchelgrün) und Tomaten hinzugeben und kurz anschwitzen, Kräuter, Zitronensaft und Honig hinzugeben. Kurz schmoren, mit Salz und Pfeffer und evtl. Chili abschmecken und bei reduzierter Hitze mit aufgelegtem Deckel 15 Minuten schmoren.


Fischfilet in eine leicht geölte Auflaufform nebeneinander legen. Fenchelgemüse darauf verteilen.


Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und Auflaufform auf einem Rost 30 -35 Minuten backen, dann nochmal kurz für wenige Minuten Oberhitzen oder Grillfunktion zuschalten, bis alles goldbraun ist.


Dazu schmeckt ein grüner Salat und z.B. Reis oder auch ein Baguette sehr gut.

Pasta mit Brokkoli-Cashew-Sauce ~ eine (vegane) Sauce, viele Möglichkeiten
[Instafreunde zu Gast]

13.08.2016
Woohoo, Greenwaycastle goes vegan! Heute besucht mich Anna Lena, die Ihr auf Instagram als a_mon_ame findet und sie bringt ein Rezept für eine vegane Pastasauce mit - die weltbeste, wie sie selbst sagt. Mit vegan tue ich mir sehr schwer, auf Dauer wäre das nix für mich, aber wenn ich das Rezept so lesen, merke ich schon, daß mir das sehr gefällt und zum Nachkochen unbedingt anregt. Alle Zutaten lassen sich natürlich auch durch gewohnte nicht-vegane ersetzen. Anna Lena, Du hast das Wort...

Zu Gast bei den Pillefüßen - als sehr kleiner Account bei Instagram ist es mir eine umso größere Ehre hier dabei zu sein. Mein Name ist Anna Lena, ich bin 34 und komme aus dem schönen Braunschweig. Schon als Kind habe ich meine Leidenschaft fürs Kochen entdeckt - als ich nämlich (während meine Oma ein Mittagsschläfchen hielt) den ganzen Garten abgeerntet, fein säuberlich kleingeschnitten & in die Regentonne geworfen habe. Suppe für die ganze Nachbarschaft eben. Oma war not amused - aber, da sie selbst Köchin war, mein großes Vorbild. 


Das Rezept für Vollkorntagliatelle mit der besten veganen Sauce der Welt ist berechnet für 6-8 Personen. Die Mengenangabe für dieses Rezept ist absichtlich großzügig bemessen. Die Sauce eignet sich hervorragend, um sie auf Vorrat herzustellen. An einem Tag essen wir sie (wie hier beschrieben) als Pastasauce, am nächsten Tag bildet sie die Grundlage eines Auflaufs und am dritten Tag verfeinert sie eine Gemüsebeilage. 


Zutaten
  • 1/2 Brokkolikopf
  • 3 mittelgroße, mehligkochende Kartoffeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 g Cashewkerne
  • 3 EL Sesam
  • 2 EL Kokosöl
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 2 EL vegane Margarine
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 1 TL Gemüsebrühe
  • 80 ml Sojasahne
  • Muskat, Hefeflocken, Salz, Pfeffer
  • 1/2 Bund glatte Petersilie (oder andere Kräuter, je nach Belieben)
Den Brokkoli waschen und in kleine Röschen teilen. Die Kartoffeln ebenfalls waschen, schälen und in kleine Würfel schneiden. Alles in kochendem Salzwasser etwa 8 Minuten garen. Beim Abgießen 400 ml Kochwasser auffangen und zurück zum Gemüse in den Topf geben. Knoblauch fein schneiden, zusammen mit allen anderen Zutaten dazu geben und alles fein pürieren. Mit Muskat, Hefeflocken, Salz & Pfeffer abschmecken, fertig.


Ich habe dazu Vollkorntagliatelle gereicht, die ich zusammen mit der zweiten Hälfte des Brokkolikopfes gekocht hatte. Und da man kalorientechnisch manchmal eben an seine Grenzen gehen muss (Soulfood!), gab's noch geröstete Pinienkerne oben drüber. Ein schnelles und außerordentliches leckeres Abendessen.


Liebe Grüße, Anna Lena
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Liebe Anna Lena,

ich schicke Dir einen ganz herzlichen Gruß in meine alte Heimat, Braunschweig kenne ich wie meine Westentasche und liebe diese tolle Stadt. Auch Dir ganz herzlichen Dank für das tolle Rezept, was wirklich dazu anregt, mal öfter vegan oder zumindest vegetarisch zu kochen.

rotes Sauerkraut

11.08.2016
Ja, ich habe eine Schwäche für Sauerkraut. Seit Jahren benutze ich schon kein vorgegartes, sondern schmore rohes selbst nach Lust und Laune, je nachdem, wozu es gegessen werden soll. So hat es schon meine Mutter gemacht und diese oft übersäuerten, langweiligen Fertigsorten können niemals gegen ein selbstgeschmortes anstinken. Heute habe ich mal eine rote Variante für Euch mit Tomate und Paprika, die zu Fleisch und Fisch oder auch zu Pasta paßt.


Zutaten
  • 1 gehäufter EL Butterschmalz
  • 2 mittelgroße Zwiebeln, in feinen Würfeln
  • 2 Knoblauchzehen, gepreßt
  • 500 g rohes, mildes Sauerkraut, einmal gewaschen, abgetropt und zerzupft
  • 3 gehäufte EL Tomatenmark
  • 2 EL Paprikapulver, edelsüß
  • 1 TL Paprikapulver, geräuchert
  • 1 EL Zucker
  • 600 ml Gemüsebrühe
Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, zu der es einen Deckel gibt. Zwiebeln und Knoblauch darin anschwitzen. Sauerkraut zugeben und kurz anschwitzen. Restliche Zutaten zugeben, anschwitzen und dann die Hitze reduzieren, so daß es nur noch leicht köchelt. Zugedeckelt ca. 45-60  Minuten unter gelegentlichem Rühren schmoren, bis das Kraut weich und die Flüssigkeit verdampft ist. Sollte zuviel Flüssigkeit verdampfen, noch etwas Wasser angießen. 

  •  1-2 EL Crème fraîche
Crème fraîche unterrüren, nochmals abschmecken und genießen.

 
Am Besten schmeckt das Sauerkraut, wenn es über Nacht gekühlt durchziehen kann und am nächsten oder auch übernächsten Tag aufgewärmt gegessen wird.