Rübenkraut-Brioche

27.03.2017
Rübenkraut aka Zuckerrübensirup, begleitet mich seit meinen Kindertagen. Oma und Mama haben mir die Liebe dazu quasi in die Wiege gelegt und er ist neben feiner Leberwurst das Erste, was ich nach Rückkehr aus einem Urlaub auf ein Butterbrot oder Brötchen schmiere (wenn ich mir nicht sogar etwas mitnehme ;o)
Das Rübenkraut macht das Brioche nicht zuckersüß, sondern gibt eine schön malzige Note und eine tolle Farbe. Ich empfehle, es frisch zu verzehren; am nächsten Tag schmeckt es sehr gut getoastet.

Um es am Morgen frisch abzubacken, kann man das Brioche auch prima mit Übernachtgare zubereiten. Dazu die Hefemenge halbieren und nach dem Einlegen des Teigs in die Kastenform diese in einen Beutel gewickelt und mit einem Clip verschlossen im Kühlschrank aufbewahren. Am nächsten Tag eine Stunde vor dem Backen Zimmertemperatur annehmen lassen und dann ebenso bestreichen und backen wie nachstehend beschrieben.


 Zutaten
  • 500 g Weizenmehl, Type 405
  • 1 Prise Salz
  • 120 ml Milch, lauwarm
  • 20 g Frischhefe Hefe
  • 50 g brauner Zucker
  • 40 g Rübenkraut (Zuckerrübensirup)
  • 1 Ei, Gr. M
  • 150 g geschmolzene Butter, abgekühlt
Mehl und Salz in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und in der Mitte eine Mulde formen. Hefe, Zucker und Rübenkraut in der Milch auflösen und in die Mulde geben. Mit etwas Mehl vermischen und zugedeckt 10 Minuten anspringen lassen. Dann das Ei zugeben und die Küchenmaschine auf kleinster Stufe laufenlassen. Sobald sich ein Teigball bildet, die Butter langsam zugießen und alles 8 Minuten auf Stufe 2 zu einem geschmeidigen Teig verkneten lassen. 
Backofen auf 50°C Umluft mit einem Rost auf unterster Schiene aufheizen, ausschalten, aber die Backofenlampe anlassen. Schüssel zugedeckt für eine Stunde in den Backofen stellen und gehenlassen. Dann nochmals durchkneten. 
Eine Kastenform von 20 cm Bodenlänge gründlich ausbuttern. 
Teig auf die Breite der Form etwas ausrollen und dann von unten und oben einrollen. Mit dem Schluß nach oben in die Kastenform einlegen und weitere 30 Minuten im Backofen gehenlassen.

Form herausnehmen, Rost auf der 2. Schiene von unten einschieben und Backofen auf 200°C U/O vorheizen.


Zutaten für das Eiwasch
  • 1 Eigelb, Gr. M
  • 2 EL Milch
Eigelb durch ein feines Sieb streichen, um die Hagelschnüre zu entfernen und mit der Milch mischen. Brioche damit einstreichen, kurz trocknen lassen und wiederholen. Dann die Kastenform auf den Rost geben und auf den Boden des Backofens etwas Wasser gießen, um Schwaden zu erzeugen. Nach 10 Minuten Backofentür kurz öffnen, um den Dampf abziehen zu lassen. Weitere 25 Minuten backen, dann Brioche aus der Form nehmen und weitere 5 Mintuen frei backen. Falls das Brioche zu dunkel wird, mit Alufolie oben abdecken.



Rezeptinspiration: KochzereMONI

24-Stunden-Schnitzelauflauf

22.03.2017
Wenn die Lieblingsschwägerin den ganzen Tag die Bauaufsicht über die Gartenbauer führt, die seit letzter Woche den Garten im Greenwaycastle neu gestalten, dann soll sie auch mit einem leckeren Abendessen belohnt werden.
Ich habe mich für einen Schnitzelauflauf entschieden, den ich bequem am Vortag vorbereiten konnte, denn er soll 24 Stunden im Kühlschrank durchziehen - etwas weniger tut es aber auch. Am nächsten Tag kommt er einfach nur in den Backofen und mit einem grünen Salat und etwas Baguette hat man ein leckeres Gericht, das auch absolut partytauglich ist. Ich könnte es mir auch gut mit Hähnchen-oder Putenfleisch vorstellen.


Zutaten
  • 200 g Bacon, in Würfeln oder Streifen
  • 200 g Zwiebeln, geviertelt und in 0,5 cm breiten Streifen
  • 200 g Lauch, halbiert und in 0,5 cm breiten Streifen
  • 400 g Champignons, möglichst braun und klein, in 0,5 cm breiten Schreiben, evtl. halbiert
Bacon in einer großen, beschichteten Pfanne knusprig anbraten. Zwiebeln, Lauch und Champignons zugeben und unter Rühren braten, bis die Flüssigkeit verdampft ist und alles leicht bräunt, mit Salz und Pfeffer abschmecken und in einer Schüssel auskühlen lassen. 
  • 500 g Kochsahne
  • 200 g Reibekäse nach Wahl, ich hatte Mozzarella
Sahne und Käse untermischen. 
  • 8 Minutenschnitzel vom Schwein, ca. 600 g
  • Fleischgewürz nach Wahl, z.B. meine Paprika-Gewürzmischung oder auch Pfeffer und Salz
  • 1 Ei
  • Paniermehl
  • Butterschmalz 
Das Ei in einem tiefen Teller mit der Gabel verkleppern, in einen weiteren tiefen Teller Paniermehl geben. Minutenschnitzel von beiden Seiten würzen, dann zuerst im Ei und dann im Paniermehl wälzen. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Schnitzel von beiden Seiten goldgelb backen. Nebeneinander in eine Auflaufform legen. Mit der Sahnemischung bedecken und zugedeckelt oder mit Alufolie verschlossen im Kühlschrank für 24 Stunden parken.


Am nächsten Tag im Backofen auf 200°C Umluft zuerst verschlossen auf einem Rost in der Mitte des Backofen 30 Minuten backen, dann nochmal ca. 20 Minuten offen, bis alles schön blubbert. Ich habe dann noch für ein paar Minuten den Grill zugeschaltet, damit die Oberfläche bräunt.

Coffee and Beer Chili ~ Chili con carne mit Kaffee und Bier

20.03.2017
Ein großer Topf voll Chili con carne ist eine schöne Sache, um eine große Meute sattzubekommen. Es läßt sich gut bereits am Vortag zubereiten, denn aufgewärmt schmeckt es sowieso einfach am Besten. Ich empfehle, gleich das doppelte Rezept zuzubereiten und den Rest portionsweise einzufrieren, damit sich die Laufzeit des Backofens lohnt.


Bei Mais und Bohnen scheiden sich die Geister. Ich bereite es mit Mais und Kidneybohnen zu, den Mais kann man natürlich auch weglassen. Ich finde jedoch, daß er mit seiner Süße gut zur Chilischärfe paßt. Und die Kindeybohnen kann man auch durch andere Sorten ersetzen.
Und noch ein Wort zum Chilipulver: für mich muß ein Chili auch etwas scharf sein und der Chipotle bringt eine ganz tolle fruchtige Schärfe mit, die kurzzeitig im Mund spürbar ist, aber danach nicht so brennt, daß man nichts mehr schmeckt. Ich habe einen leicht gehäuften Eßlöffel verwendet, tastet Euch bitte ran, denn einmal im Chili bekommt man ihn nicht wieder raus ;o)


Zutaten
  • 500 g Rindergulasch, in kleinen Würfeln von ca. 1-1,5 cm Kantenlänge
  • 500 g Rinderhackfleisch
Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und das Hackfleisch darin krümelig anbraten, bis es Farbe nimmt. In einen großen Bräter umfüllen, danach das Gulasch anbraten, bis es rundherum Farbe hat. Ebenfalls in den Bräter füllen.
  • 100 g Zwiebeln, in feinen Würfeln
  • 4 Knoblauchzehen (ich hatte 2 Solozehen)
  • 1 TL Salz
Zwiebeln und Knoblauch mit etwas Öl und Salz anschmitzen, bis alles beginnt, Farbe zu nehmen.
  • 70 g Tomatenmark, möglichst 3-fach konzentriert
  • 40 g brauner Zucker
  • 1 EL Chipotle Chilipulver
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver (Pimentón de la Vera)
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL Oregano
  • 1 TL ungesüßter Kakao
Tomatenmark und Zucker zufügen und kurz mit anbraten. Dann die Gewürze zugeben und ebenfalls kurz mit anschwitzen. 
  • 200 g kräftiges Bier (ich hatte Köstritzer, alternativ geht auch Malzbier)
Pfanneninhalt mit Bier ablöschen, dann die Masse über das Fleisch in den Bräter gießen. 
  • 500 g passierte Tomaten 
  • 200 ml Kaffee
  • 100 ml Rinderbrühe 
Tomaten, Kaffee und Rinderbrühe angießen, umrühren und aufkochen. Dann im Backofen auf 150°C 2 Stunden garen, alle 30 Minuten umrühren; die Gulaschwürfel sollten zart sein. Je nachdem, wie flüssig Ihr Euer Chili mögt, noch etwas Rinderbrühe oder Bier angießen. 

  • 500 g Kidneybohnen, abgetropft und gepült gewogen
  • 250 g Mais, abgetropft
Kidneybohnen und Mais zugeben und erwärmen. Das Chili kann sofort gegessen werden, schmeckt aber wesentlich besser, wenn es bis zum nächsten Tag kaltgestellt und dann wieder langsam erwärmt wird. Bei uns gehört ein Klecks Crème fraîche oder Schmand und ein Baguette dazu.


Rezept: modifiziert nach Sandra und Gabi 

Übernacht-Dinkel-Buttermilchbrötchen

12.03.2017
Heute gibt es mal wieder ein Übernacht-Brötchenrezept, das ich besonders gern an Wochenenden mache, um sonntags ofenwarme Brötchen zu frühstücken. Die Brötchen haben eine weiche Konsistenz mit einem ganz leichten Knusper und einer schönen Porung. Durch das Dinkelmehl Type 1050 schmecken sie richtig kräftig mit süßen und herzhaften Belägen, man kann natürlich auch Type 630 nehmen.


Wer die Brötchen süßer haben möchte, gibt einfach noch mehr Zucker dazu. Die Menge ergibt 10 Stück 


Zutaten
für 10 Stück
  • 500 g Dinkelmehl, Type 1050, alternativ Type 630
  • 5 g Trockenhefe
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 400 g Buttermich 
Mehl, Hefe, Salz und Zucker in der Rührschüssel mischen. Buttermilch zugeben und mit der Küchenmaschine auf kleinster Stufe 8 Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Schüssel zudecken und Teig bei Zimmertemperatur eine Stunde anspringen lassen.
Nochmals 2 Minuten durchkneten lassen, dann in 10 Portionen zu je 90 g abwiegen. Jede Teigportion rundschleifen und mit Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Ich habe dabei den Schluß nach oben gelegt, damit die Oberfläche der Brötchen nicht ganz so regelmäßig aussieht. Der Teig ist etwas klebrig, evtl. etwas Mehl auf die Arbeitsfläche geben. Ich schleife immer auf meiner Silikonunterlage vom Möbelschweden, das funktioniert prima. 

Blech in eine große Tüte, z.B. einen neuen Müllbeutel geben, aufblasen und mit einem Clip verschließen. Über Nacht im Kühlschrank oder bei entsprechenden Außentemperaturen auf Balkon oder Terrasse gehen lassen. 

Am nächsten Morgen Tüte entfernen und eine Stunde Zimmertemperatur annehmen lassen.


Zutaten für das Eiwasch
  • 1 Eigelb, durch ein feines Sieb passiert
  • 2 EL Milch
Eigelb und Milch miteinander verrühren und die Brötchen zweimal damit einpinseln. 

Blech in den kalten Backofen in das untere Drittel einschieben. Backofen auf 200°C U/O einstellen und die Brötchen 25 Minuten backen, bis sie goldgelb sind. Um noch mehr Ofentrieb zu erzeugen, gebe ich ca. 30 ml Wasser auf den Boden des Backofens, sobald er die Temperatur erreicht hat und lasse den Dampf nach 10 Minuten durch kurzes Öffnen der Backofentür wieder ab.


Da für uns 10 Brötchen zuviel sind, habe ich nur 6 geformt und den Rest des Teigs zu einer Rolle geformt, diese in Sesam und Mohn gewälzt und in eine gut ausgebutterter, kleine Kastenform eingelegt. Diese Kastenform habe ich dann ebenfalls bei 200°C U/O auf einem Rost im unteren Drittel gebacken. Das Brot läßt sich am nächsten Tag gut toasten.

lauwarmer Couscous-Gemüse-Salat mit marinierten Rindfleischstreifen

09.03.2017
Suppengemüse ist eine echte Geheimwaffe in meiner Küche. Ein Bund ist nicht teuer und biete eine kleine Menge verschiedener Gemüse, die sich vielfältig einsetzen lassen. Bereits hier im Blog findet Ihr die Backofenkartoffeln mit Gemüse-Hack nach Jamie Oliver und die Asia-Reisnudelpfanne mit Suppengemüse und Hähnchenstreifen, heute gibt es mal eine Variante mit Couscous und würzigen Rindfleischstreifen.


Zutaten für das Rindfleisch
  • 300 g Rindfleisch, geeignet zum Kurzbraten, z.B. Minutensteaks oder Filet
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 EL Ketjap Manis
  • 1 TL Sambal Oelek
Rindfleisch in knapp 1 cm breite Streifen schneiden und mit Sojasauce und Sambal Oelek mischen. In einer Schüssel mit Deckel oder einen Gefrierbeutel geben und für ein paar Stunde, besser über Nacht, durchziehen lassen.

Zutaten für den Salat
  • 125 g Couscous
  • 210 g Wasser
  • 2 EL Sojasauce
Couscous in eine Schüssel geben. Wasser mit Sojasauce aufkochen, über den Couscous geben und 10 Minuten zugedeckelt ziehenlassen, dann mit einer Gabel auflockern.
  • 4 EL Öl
  • 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Zwiebel, klein, halbiert
  • 1 Bund Suppengemüse (Möhre, Sellerie, Lauch),  alles in feinen Streifen von 5 cm Länge
  • 150 g Zuckerschoten, in feinen Streifen 
Öl in einer Wokpfanne erhitzen und das Gemüse darin knackig unter ständigen Rühren anbraten. Kräftig mit Sojasauce, Ketjap Manis und Sambal Oelek abschmecken und zum Couscous geben. Alles vermischen und auf einer Platte oder in einer großen Schüssel ausbreiten.

Rindfleisch auf einem Sieb abtropfen und in einer heißen Pfanne scharf kurz anbraten, auf den Couscoussalat geben; nach Belieben mit Sesam bestreuen und genießen.

Ofen-Lachs im Spinatbett

08.03.2017
Im letzten Jahr gab es schonmal einen Ofen-Lachs, und zwar auf Spitzkohl und Kartoffeln mit Dill-Senf-Sauce, und der hat uns so richtig richtig gut geschmeckt. Vergangenes Wochenende gab es nun Ofen-Lachs auf Spinat - ein absolutes Dreamteam! 
Ich benutze immer frischen Spinat, der zwar etwas Arbeit macht, aber uns ein vielfaches besser schmeckt als TK-Ware. Ebenso verhält es sich mit dem Lachs. Ehe ich den tiefgekühlt kaufe, esse ich lieber gar keinen. Viele meinen ja, daß Fisch und Käse nicht zusammenpaßt, ich behaupte jedoch das Gegenteil und beweise es mit diesem köstlichen Rezept.

 Zutaten
  • 500 g frischer Spinat
Von den Spinatblättern den Stiel entfernen, wenn es kleine Blätter sind, kann dieser Schritt entfallen. Gründlich waschen und trockenschleudern. Dann büschelweise auf ein Schneidbrett legen und in ca. 3 cm breite Streifen schneiden.
  • 1 EL Butterschmalz
  • 1-2 Zwiebeln, in feinen Würfeln
  • 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 TL Salz
Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch mit Salz darin anschwitzen, bis alles leicht Farbe nimmt.
  • 200 g Sahne
Sahne zufügen und 5 Minuten einreduzieren lassen. Spinat zugeben und zusammenfallen lassen. Mit Pfeffer und Muskat kräftig abschmecken.
  • 75 g Reibekäse nach Wahl (ich hatte Allgäuer Emmentaler)
  • 100 g Frischkäse
Käse und Frischkäse unterrühren und schmelzen lassen. In eine Auflaufform füllen.
  • 400 - 450 g frisches Lachsfilet, ohne Haut
Lachs in Tranchen schneiden und auf den Spinat geben, leicht hineindrücken.

Zutaten für die Glasur
  • 1 gehäufter TL cremiger Honig
  • 1 frische Chili, fein gehackt oder ersatzweise 1 TL Chiliflocken
  • 1 TL Sojasauce
Miteinander gründlich verrühren und den Lachs damit bepinseln. Ein bißchen zurückhalten für ein zweites Bestreichen.


Backofen auf 185°C mit einem Rost auf der untersten Schiene vorheizen, Auflaufform 20 Minuten backen. Dann nochmals mit der restlichen Glasur bestreichen und mit
  • 25 g Reibekäse 
  • etwas Sesamsaat
bestreuen. Weitere 10 Minuten backen und dann für einige Minuten den Grill zuschalten, damit es von oben eine schöne Farbe bekommt, bei mir dauerte das 4 Minuten.

Chorizo Jam

07.03.2017
Da uns die Bacon Jam so unglaublich gut geschmeckt hat, mußte ich auch die Chorizo Jam ausprobieren. Allerdings hatte ich eine milde Sorte der spanischen Wurst erwischt und würde ganz klar die pikante Variante empfehlen. Der fehlenden Schärfe habe ich mit etwas Pul Biber auf die Sprünge geholfen. Meine 5 Chorizowürste hatten zusammen 310 g, ein paar Gramm mehr oder weniger machen nichts aus.


Chorizo Jam schmeckt einfach so auf Brot oder Brötchen, auf einem Burger und zu Käse.


Zutaten
  • 5 Chorio, in kleinen Würfeln
Chorizo in einer schweren Gußpfanne bei reduzierter Hitze (bei mir 8 von 10) langsam auslassen und knusprig braten. Auf einem Sieb abtropfen lassen, das Fett dabei auffangen.
  • 3 Knoblauchzehen, fein gehakt
  • 250 g rote Zwiebeln, in feinen Würfeln
  • 3 EL Chorizofett
Alles zusammen in die Pfanne geben und ebenfalls bei reduzierter Hitze langsam anbraten, bis es Farbe bekommt. 
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 2 EL Ahornsirup
  • 4 EL dunkler Balsamico
  • 4 EL brauner Zucker
  • 30 ml Wasser
In die Pfanne geben, ebenso die Chorizo. Bei kleiner Hitze (bei mir 4 von 10) offen 20 Minuten einköcheln lassen, bis alles sämig ist.


Masse in einem Standmixer umfüllen und mit Intervall zerkleinern, bis es die gewünschte Konsistenz hat. Ich habe sie etwas stückig gelassen und die Chorizo Jam im Thermomix 4 x 5 Sekunden auf Stufe 5 zerkleinert; zwischendurch immer wieder runterschaben.


In saubere Gläser abfüllen und bis zum Verzehr im Kühlschrank aufbewahren.

Eischwerkuchen ~ Pfundskuchen | Happy birthday Greenway36!

05.03.2017
Heute ist es soweit, mein Blog feiert seinen 5. Geburtstag!


Am 05.03.2012 erschien mein erstes Rezept auf diesem Blog, es waren die Black Bottom Muffins, danach folgten noch mehr als 650 weitere Rezepte. Wenn ich das so lese, kann ich es selbst kaum glauben.

Schon vor diesem Foodblog hatte ich einen gemischten Blog, auf dem ich immer wieder Rezepte veröffentlichte. Irgendwann wurden die soviel, daß ich beschloß, ihnen in einem eigenen Blog eine Heimat zu geben, quasi als meine Küchenkladde im www. Ich hätte nie gedacht, was sich daraus entwickelt, wie sehr ich mich weiterentwickele und immer wieder neue Rezepte ausprobiere, von denen ich so überzeugt bin, daß ich sie mit Euch teilen möchte.

Allein die Entwicklung der Anzahl der Posts eines Jahres sagt wohl viel darüber aus, wie sehr meine Koch- und Backlust geweckt ist. Waren es 2012 noch 56 Posts, so veröffentliche ich im vergangenen Jahr 181.

Zu den Rezepten sind viele Berichte über unsere kulinarischen Abenteuer im In- und Ausland gekommen. Meinen Blog habe ich ein paarmal umstrukturiert, übersichtlicher gemacht und ihm ein neues Outfit verpaßt. Landkarten und Tips & Tricks sind hinzugekommen. Ehrlich - ich bin ganz schön stolz auf meinen Blog, so wie er heute ist, denn genau so liebe ich ihn und Euer Feedback zeigt mir, daß auch Ihr ihn ganz gut findet. 

Ich möchte Euch ganz herzlich danken für das viele Feedback, welches ich in Form von Kommentaren, Mails und auch über Instagram bekomme. Ich kann es nur immer wieder sagen:

Ihr seid das Salz in meiner Bloggersuppe!

Und deswegen verlose ich ein kleines feines 'Freßpaket' mit bisher noch unbekanntem Inhalt (aber seid sicher, es wird lecker) unter allen, die mir bis zum 31.03.2017 einen Kommentar unter diesem Post hinterlassen. Natürlich ist der Rechtsweg ausgeschlossen. 

Es gibt nur zwei Bedingungen:
1. Ihr hinterlaßt mir im Kommentar Eure Mailadresse, damit ich Euch im Gewinnfall benachrichtigen kann.
2. Ihr sagt mir, was Euch an meinem Blog besonders gut gefällt.

Und jetzt kommt das Geburtstagskuchenrezept, es ist ein Eischwerkuchen, der auch Pfundskuchen genannt wird. Wie kommt er zu diesem Namen? Nun, das ist ganz einfach: man wiegt die Eier samt Schale aus und schon weiß man, wieviel Mehl, Butter und Zucker benötigt wird. Meine Mutter nannte ihn auch Pfund-auf-Pfund-Kuchen.
Ich habe 3 Eier der Größe L benutzt, Ihr könnt die Eianzahl beliebig erhöhen. Bei 3 Eiern reicht die Menge für 8 kleine Kuchen von 9x6 cm (ich habe ein Mini-Kastenkuchenblech). Natürlich kann man den Kuchen auch in einer großen Kastenform backen.


Zutaten
  • 3 Eier, Gr. L - auswiegen
  • gleichviel Weizenmehl, Type 405
  • gleichviel feinkörniger Zucker (kann reduziert werden)
  • gleichviel weiche Butter
  • 40 ml Rum
  • nach Belieben 70 g Zuckerstreusel
Eier trennen. Eiweiß in einer Schüssel steifschlagen. In einer weiteren die Eigelb aufschlagen, dann nach und nach den Zucker unterrühren. Die Masse soll hellgelb und der Zucker gelöst sein.

In einer weiteren Schüssel die Butter schaumig aufschlagen, bis sie hell ist. Ei-Zuckermasse unterrühren, dann eßlöffelweise das Mehl unterrühren. Das Eiweiß vorsichtig unterheben, ebenso die Zuckerstreusel.

Backform gründlich ausbuttern und den Teig einfüllen.

Backofen auf 150°C Umluft vorheizen und Form auf einem Rost in der Mitte des Backofens ca. 40 Minuten backen (bei einer Mini-Kastenkuchenform), bei einer Kastenform kann es gut 10 Minuten länger dauern. Stäbchenprobe machen.

Kuchen kurz abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form kippen und vollständig auskühlen lassen.


Zutaten für den Zuckerguß
  • 150 g Puderzucker
  • ca. 3 EL Milch, alternativ Zitronen- oder Orangensaft
Puderzucker mit Milch zu einem Zähen Guß anrühren, dabei die Milch Löffel für Löffel nacheinander zugeben, damit es nicht zu flüssig wird. Kuchen damit überziehen und nach Belieben mit Zuckerstreuseln bestreuen.

Der Lieblingsmann - Vorkoster, Mitesser, Kritiker und größter Fan zugleich - und ich werden heute den Bloggeburstag mit diesen leckeren Küchlein und einem schönen Milchkaffee gebührend feiern ;o)

2-Stunden-Baguette ~ Baguette magique ~ das magische Baguette

28.02.2017
Dieses Rezept kreist auch schon so lange im Internet und endlich hat es den Weg auch zu mir gefunden. Gutes Baguette in nur zwei Stunden, da schüttelt jeder Brotkenner den Kopf. Brot braucht Zeit, viel Zeit. Aber ich muß sagen, daß dieses Baguette wirklich lecker ist - die Kruste ist herrlich knusprig und die Krume aromatisch und unregelmäßig geport. Und zwei Stunden lassen sich wirklich gut einplanen, da die meiste Zeit davon Gehzeit ist und man bequem etwas anderes erledigen kann.


Zutaten
  • 375 g Weizenmehl, Type 550
  • 1 TL Salz
Mehl und Salz in der Rührschüssel vermischen.
  • 12 g Frischhefe
  • 1 TL Zucker
  • 300 ml lauwarmes Wasser
Hefe und Zucker im Wasser auflösen und zum Mehl geben. 4 Minuten zu einem sehr klebrigen Teig verkneten. Rührschüssel mit einem Küchenhandtuch abdecken und bei Zimmertemperatur 1,5 Stunden gehen lassen.


Arbeitsplatte bemehlen, Teig aus der Rührschüssel darauffließen lassen. Teig auch von oben bemehlen und mit einer Teigkarte oder einem Messer teilen. Ich benutze ein Baguetteblech zum Backen, dieses hat drei Mulden und Löcher, damit das Baguette schön knusprig wird; die Mulden verhindern das Breitlaufen.


Teigstränge ganz leicht wälzen, so daß sie rundherum bemehlt sind und auf das mit Backpapier ausgelegte Blech oder in das Baguetteblech legen. Gebt Euch keine Mühe, der Teig läßt sich nicht großartig formem, da er sehr weich ist. Auch ein Einschneiden ist nicht notwendig, sie reißen ganz von allein so wunderschön auf.
Ich habe verschiedene Längen probiert, mir gefiel sowohl eine Brötchengröße als auch eine lange Baguettestange.


Backofen auf 240°C U/O vorheizen und Blech bzw. Baguetteblech auf einem Rost auf der 2. Schiene von unten einschieben. Auf den Boden ein halbes Glas Wasser gießen, um Schwaden zu erzeugen. Nach 10 Minuten Backzeit Backofentür öffnen, um den Schwaden abziehen zu lassen. Ich besprühe die Baguettes jetzt mit Wasser für eine schöne Kruste. Weitere 15-20 Minuten backen, bis das Baguette goldgelb ist. Dabei besprühe ich es auch kurz vor Ende nochmal mit Wasser. Baguette auf einem Rost abkühlen lassen und genießen, denn am Besten schmeckt es frisch.

ofengeschmortes Schaschlik

26.02.2017
Ich weiß nicht, ob es bei anderen Foodbloggern auch so ist, aber da ich sehr viele Rezepte lese und anschaue, träume ich auch öfter davon, was ich noch so alles ausprobieren könnte.
Im Traum erschien mir also ein großer Topf voller Schaschlik in einer herrlichen Sauce schwimmend und gleich am nächsten Tag habe ich dieses in die Tat umgesetzt.


Zutaten für die Spieße
für 12 kleine Spieße, ca. 15 cm
  • 1 kg Schweinefleisch, Schulter oder Nacken
  • 400 g durchwachsener Speck, möglichst wenig Fettanteil, in 1 cm dicken Scheiben
  • 2 Gemüsezwiebeln
Fleisch in ca. 3 cm große Würfel schneiden. Speck in 1 cm breite Streifen schneiden. Zwiebeln halbieren und dann nochmal vierteln. Fleisch, Speck und Zwiebeln abwechselnd auf Holzspieße stecken.


In einer großen Pfanne in Butterschmalz rundherum kräftig anbraten.

 
Zutaten für die Sauce
  • 2 Paprika, rot und grün, geviertelt, in feinen Streifen
  • 1 Gemüsezwiebel, in Würfeln
  • 1 TL Salz
  • evtl. Reste von Speck und Zwiebel von den Spießen, gewürfelt
Etwas Butterschmalz in einer Pfanne, zu der es einen Deckel gibt, erhitzen, Paprika und Zwiebel mit Salz darin anschwitzen.

  • 1 TL Currypulver
  • 1 kleine Dose Tomatenmark 
  • 1 TL Zucker
Zufügen und kurz mitbraten.

  • 400 ml Hühnerfond
  • 1 Dose passierte Tomaten (ich nehme Polpa von Mutti)
  • 150 ml Wasser
  • 125 ml Tomatenketchup
  • 125 ml Curryketchup (ich nehme Bull's-Eye Tomato Ketchup Spicy Curry)
  • 1 Glas Pusztasalat, abgetropft
Zutaten zugeben, aufkochen, dann die Hitze reduzieren und bei aufgelegtem Deckel 15 Minuten köcheln lassen.

Die Hälfte der Sauce in einen Bräter geben, Spieße hineinlegen und die restliche Sauce drübergießen. Bei 160°C Umluft zugedeckelt im Backofen 2 Stunden schmoren.


Ich empfehle, die Schaschlik einen Tag im Voraus vorzubereiten und den Bräter nach den 2 Stunden abkühlen zu lassen. Am nächsten Tag dann bei 100°C langsam wieder erwärmen für 2-3 Stunden, das gibt dann das richtige Imbissbudenfeeling, wo die Schaschlik auch oft stundenlang schmoren.

Dazu schmeckt Baguette, Reis oder Pommes frites.

Sarmawickel ~ Krautwickel aus Sarmakraut

21.02.2017
Schon oft habe ich in der Gemüseabteilung unseres Supermarktes eine Tüte mit einem gesäuerten Kohlkopf im Ganzen in der Hand gehabt und habe mich gefragt, was man damit wohl machen könnte. Als ich jetzt das Rezept für Kohlwickel aus eben jenem Sarmakraut gefunden habe, wurde es mir klar. Sarma heißt wohl eigentlich wickeln von Kraut jeglicher Art oder Weinblättern, also ist Sarmawickel eher doppelt gemoppelt, aber mir gefällt die Bezeichnung. Der Urspung liegt auf dem Balkan, klassisch sind die Wickel mit Hack und Reis gefüllt und oft auch noch mit Sauerkraut und Rippchen gekocht. Da mir das gar nicht gefiel, habe ich zwar Hack und Reis verwendet aber ein paar weitere Leckereien untergemischt.
Für das Sarmakraut wird Jaromakohl, ein eher platter Weißkohl, milchsauer wie Sauerkraut als ganzer Kopf vergoren und und damit haltbar gemacht.Der saure Geschmack ist gut erkennbar in den Sarmawickeln, sie sind so ganz anders anders als normale Kohlwickel.

Und das Beste an diesem Rezept ist, das es im Rahmen eines Synchronkochens mit meinen lieben Freundinnen Ina und Nicole entstanden ist. Da wir in sehr unterschiedlichen Regionen wohnen, schicken wir uns häufig 'Freßpakete' mit regionalen Köstlichkeiten zu und dieses Mal habe ich beide mit Sarmakraut versorgt. Man bekommt es bei uns bei Real und Kaufland und auch im türkischen Supermarkt habe ich es schon gesehen.

Mein Kopf hatte übrigens knapp 1,5 kg und ergab 26 Sarmawickel. Für zwei Personen eine ganze Menge, aber sie lassen sich sehr gut nochmal aufwärmen und auch einfrieren.


Zutaten für die Füllung
  • 1 Zwiebel, in feinen Würfeln
  • 2 Knoblauchzehen, in feinen Würfeln
  • 2 EL Öl
Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin anschwitzen, bis alles glasig ist. Abkühlen lassen.
  • 300 g gemischtes Hackfleisch
  • 30 g Reis
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • 1 Ei, Gr. M
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 gehäufter TL Senf
  • 1 gehäufter TL Tomatenmark
  • 5 getrocknete Tomaten in Öl, gründluch abgetropft, kleingeschnitten
  • 1 TL kleine Kapern, gehackt
  • 100 g Feta, zerbröselt
Alle Zutaten mit dem Zwiebel-Knoblauch-Gemisch durchkneten und würzig abschmecken.

Vom Sarmakraut vorsichtig die einzelnen Blätter ablösen. Bei den großen Blättern die Mittelrippe flachschneiden und evtl. halbieren. Bei den kleinen Blättern ebenso die Mittelrippe flachschneiden. Die Blätter auf einem Küchenhandtuch ausbreiten und vorsichtig mit einem weiteren Küchenhandtuch trockentupfen. Blätter, die zu klein zum Füllen sind, kleinschneiden und in eine große flache Auflaufform geben. Hackmischung auf das Ende eines Krautblattes geben, einmal überschlagen, die Seiten etwas einklappen und dann aufrollen. Mit dem Schluß nach unten nebeneinander in die Auflaufform setzen.

  •  400 ml Fond (ich hatte Kalb, es geht auch Rind oder Gemüse) 
Fond über die Wickel gießen und die Form entweder zudeckeln oder mit Alufolie verschließen.  Im Backofen auf einem Rost 3 Stunden bei 160°C Umluft garen. Jetzt kann man die Wickel abkühlen lassen oder direkt weitergaren mit Guß.

Zutaten für den Guß
  • 1 gehäufter EL Butterschmalz oder Butter
  • 1 EL Paprikapulver
  • 100 g Crème fraîche
  • Flüssigkeit aus der Auflaufform
Butter in einer Pfanne schmelzen und Paprikapulver kurz darin anschwitzen. Crème fraîche und Flüssigkeit aus der Auflaufform unterrühren und über die Sarmawickel geben. Nach Belieben mit Pul Biber oder Chiliflocken bestreuen. Bei 180°C ohne Deckel oder Folie ca. 30 Minuten garen, bis die Oberfläche gebräunt ist. Wenn die Wickel komplett ausgekühlt sind, kann es auch ein paar Minuten länger dauern.


Dazu hatten wir Baguette und einen Klecks Crème fraîche.

Ina hat auch ganz tolle Sarmawickel zubereitet und mit einer thüringischen und einer orientalieschen Hackmischung gefüllt, zum ihrem Rezept geht es hier.

Lasagne mit Crème fraîche nach Jamie Oliver

16.02.2017
Lasagne mag liebe ich seit Kindertagen. Ich kann mich noch genau erinnern, wenn wir an der Adria Campingurlaub machten und dann samstags essen gingen - für mich gab es nur ein Gericht, nämlich eine Lasagne. Diese fantastischen Schichten, die so gut zueinander paßten, waren einfach nur herrlich. Bisher habe ich Zuhause Lasagne eher selten gemacht und dabei auch noch nie die Béchamel ersetzt, aber ich war wirklich erstaunt, wie lecker es mit Crème fraîche schmeckt.
Das Rezept habe ich irgendwo im www abgegriffen und leicht modifiziert, die Menge reichte genau für uns zwei und eine kleine Portion am nächsten Tag ins Büro. Natürlich könnt Ihr es vervielfachen, damit es für Eure Anzahl der Mitesser reicht ;o)


Zutaten für die Bolognesesauce
  • 2 Scheiben Bacon, in feinen Streifen oder Würfeln (oder idealerweise Pancetta)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Oregano
  • 2 Knoblauchzehen, sehr fein gewürfelt
  • 1 Zwiebel, in sehr feinen Würfeln
  • 1 Möhre, in sehr feinen Würfeln
  • 1 Stange Staudensellerie, in sehr feinen Würfeln
  • 250 g Rinderhack
  • 1 Dosen stückige Tomaten
  • 20 g Parmesan, gerieben
Bacon, Oregano und Olivenöl in einer beschichteten Pfanne, zu der es einen Deckel gibt oder einer Kasserolle anschwitzen, bis der Bacon beginnt, Farbe zu nehmen. Knoblauch, Zwiebel, Möhre und Staudensellerie dazugeben und ca. 6 Minuten anschwitzen, dabei immer wieder umrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Hack dazugeben und krümelig anbraten bis es beginnt, Farbe zu nehmen. Tomaten hinzufügen, Dose einmal mit Wasser füllen und ebenfalls zugeben. Einmal aufkochen, Hitze reduzieren (bei mir 4 von 10) und eine Stunde köcheln lassen, dabei den Deckel etwas schräg auflegen oder Lüftungsloch im Deckel öffnen, damit Feuchtigkeit verdunstet und die Sauce eindickt. Von Zeit zu Zeit umrühren. Zum Schluß nochmal abschmecken und Parmesan unterrühren.

die italienische Dreifaltigkeit
  • 9 Lasagneblätter
  • 250 g Crème fraîche
  • 80 g Parmesan, gerieben
  • 1 Tomate oder 5 Cocktailtomaten, in Scheiben
Jetzt geht es ans Schichten, Du benötigst eine Auflaufform, in der 3 Lasagneblätter nebeneinander passen.


Da hinein kommen:

1/3 der Bolognese
3 Lasagneblätter
1/3 der Crème fraîche, leicht salzen und pfeffern
1/4 des Parmesans
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1/3 der Bolognese
3 Lasagneblätter
1/3 der Crème fraîche, leicht salzen und pfeffern
1/4 des Parmesans
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1/3 der Bolognese
3 Lasagneblätter
1/3 der Crème fraîche, leicht salzen und pfeffern
1/4 des Parmesans
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Tomatenscheiben
1/4 des Parmesans


Auflaufform mit Alufolie abdecken. Bis hierhin kann die Lasagne vorbereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Backofen auf 190°C Umluft vorheizen und Auflaufform auf einem Rost auf der 2. Schiene von unten 20 Minuten backen. Dann die Alufolie entfernen und ca. 30 Minuten weiterbacken, bis alles schön blubbert und die Oberfläche goldgelb ist.

Übernacht-Semolina-Knusperbrötchen

13.02.2017
Knusprige Brötchen zum Frühstück, frisch aus dem Ofen und noch leicht lauwarm, so daß die Butter darauf schmilzt - das geht ganz einfach mit der Übernachtmethode, die ich Euch ja schon ganz oft ans Herz gelegt habe. Dieses Mal habe ich die den Teig für die Brötchen mit Hartweizengrieß zubereitet und sie auch noch damit bestreut, damit sie so richtig schön knuspern.


 Zutaten
  • 200 g Weizenmehl, Type 550
  • 150 g Dinkelmehl, Type 630
  • 150 g grober Hartweizengrieß (z.B. Semolino No. 175 von De Cecco)
  • 300 g lauwarmes Wasser 
Mehlsorten in der Knetschüssel vermischen. Wasser hinzufügen und verkneten lassen, bis das Mehl nicht mehr zu sehen ist. 20 Minuten zugedeckt stehenlassen.
  • 10 g Frischhefe
  • 2 EL lauwarmes Wasser
  • 10 g Backmalz
  • 12 g Salz
  • 1 EL Olivenöl
Hefe im Wasser auflösen und zusammen mit den restlichen Zutaten in die Knetschüssel geben. 8 Minuten auf Stufe 2 zu einem geschmeidigen Teig verkneten lassen. Zugedeckt eine Stunde ruhenlassen, dabei nach 30 und 60 Minuten einmal falten. Teig etwas plattdrücken (ca. 20 x 20 cm) und in eine flache Schüssel mit Deckel geben. Diese über Nacht zugedeckelt im Kühlschrank parken.


Am nächsten Morgen ca. eine Stunde Zimmertemperatur annehmen lassen. Arbeitsplatte mit Hartweizengrieß bestreuen und den Teig daraufkippen. Auch von oben mit Grieß bestreuen und mit einer Teigkarte oder einem Messer in gewünschte Brötchengröße teilen. Ich hätte eigentlich 12 Stück daraus gemacht, habe aber 3 Teile zusammengelassen und einen Strang daraus gedreht, das geht auch ganz wunderbar.


Pizzastein auf einem Rost auf der 2. Schiene von unten 30 Minuten auf 240°C U/O aufheizen. Wer keinen Pizzastein hat, nimmt einfach ein Blech mit Backpapier.


Brötchen draufsetzen und einschieben, auf den Boden des Backofens ein halbes Glas Wasser gießen, um Schwaden zu erzeugen. 10 Minuten backen, dann kurz die Backofentür öffnen, um den Dampf abziehen zu lassen. Brötchen mit Wasser besprühen und weitere 6 bis 10 Minuten goldgelb backen. Auf einem Rost abkühlen lassen und genießen.


Man kann auch gut kleinere Stücke abstechen z.B. als Salatbeilage mit Kräuterbutter oder für ein Buffet.

modifiziertes Rezept nach www.brotdoc.com

Zitronen-Mascarpone-Kuchen

12.02.2017
Zitronenaroma in Salat oder Kuchen mag ich unheimlich gern und kann mir heute gar nicht mehr vorstellen, daß meine Mutter zum Backen immer dieses fiese Aroma aus den Glasfläschchen nahm in den 80ern. Bio-Zitronen waren damals in unserem Dorf und auch in der nächsten Kleinstadt nicht zu bekommen; gut, daß sich das alles heute so gewandelt hat, denn nichts geht über frisch gepreßten Zitronensaft und auch der Abrieb landet bei uns immer im Rezept. Schade, daß sie es nicht mehr erlebt hat...
Für diesen Kuchen habe ich einen Becher Mascarpone verwendet, der dringend wegmußte; alternativ kann man auch Frischkäse nehmen. Er ist wunderbar saftig und bleibt das auch ein paar Tage.
 

Zutaten
  • 150 g weiche Butter
  • 240 g Zucker
  • 2 Eier, G. M
  • 200 g Mascarpone
  • Abrieb und Saft einer Bio-Zitrone
  • 250 g Mehl
  • 1 TL Weinsteinbackpulver
Butter und Zucker schaumig schlagen. Eier nacheinander zugeben, dann die Marscarpone, den Abrieb und den Saft der Zitrone; alles gründlich verrühren. Mehl mit Backpulver mischen und löffelweise unterrühren.

Backpapier in den Boden einer quadratischen Springform mit 24x24 cm einklemmen. Teig gleichmäßig darin verteilen.

Backofen auf 150°C Umluft vorheizen und Kuchen auf einem Rost auf der 2. Schiene von unten eine Stunde backen. Auskühlen lassen.


Zutaten für den Zitronenguß
  • 100 g Puderzucker
  • 2-3 EL Zitronensaft
Puderzucker zuerst mit 2 EL Zitronensaft anrühren und dann ganz vorsichtig gerade soviel zugeben, daß er gut streichfähig ist. Guß auf dem kalten Kuchen verstreichen und nach Belieben mit Zuckerstreuseln verzieren.