Blickenkrüstchen aus dem Topf

30.05.2016
Von einer lieben Instafollowerin hatte ich Mehle der Holzmühle geschenkt bekommen und da war das Einkorn-Vollkornmehl war genau das Richtige, um ein schönes Brot zu backen.
Sicher werdet Ihr Euch fragen, wie ich auf den Namen für dieses Brot gekommen bin? Blicken ist ein anderes Wort für Einkorn, eines der ältesten domestizierten Getreidesorten, und ist nicht zu verwechseln mit dem momentan auch sehr beliebten Emmer. Das Brot hat eine ganz feine Porung, ist schön saftig, ohne klebrig zu sein. Und der Gußtopf wie z.B. mein Senior vom Möbelschweden verleiht eine wunderbare Kracherkruste - dieses Brot werde ich bestimmt noch öfter backen.


Zutaten
  • 200 g Einkorn-Vollkornmehl
  • 50 g Roggen-Vollkornmehl
  • 60 g Dinkelmehl Type 630
  • 10 g Salz
  • 4 g Trockenhefe
  • 10 g Sauerteigextrakt z.B. Alnatura
  • 15 g Honig
  • 120 g Milch
  • 120 g Wasser
  • 50 g geschmolzene Butter
Alle Zutaten bis auf die Butter in die Schüssel der Küchenmaschine geben und auf kleinster Stufe kneten lassen. Dann auf Stufe 2 hochstellen und langsam die Butter zugeben. 8 Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Backofen auf 50°C Umluft mit einem Rost auf unterster Schiene aufheizen, ausschalten, aber die Backofenlampe anlassen. Schüssel mit einem Geschirrhandtuch zugedeckt hineinstellen und 2 Stunden gehen lassen.


Durchkneten, zu einem Teigball formen und mit dem Schluß nach unten in ein bemehltes Gärkörbchen geben, auch von oben etwas mehlen. Eine weitere Stunde im Backofen gehenlassen.


Gärkörbchen herausnehmen und Backofen mit einem Gußbräter mit Deckel auf dem Rost auf 230°C U/O aufheizen. Deckel abnehmen, Brot hineinkippen, Deckel auflegen und 15 Minuten backen , dann Temperatur auf 200°C U/O reduzieren und 40 Minuten backen. Ich kippe danach das Brot aus dem Topf und backe es nochmal frei auf dem Rost 3-5 Minuten.


Auf einem Rost auskühlen lassen und genießen. 


Will man es erst am nächsten Tag anschneiden, kann man es gut im ausgekühlten Gußtopf mit etwas schräg aufgelegtem Deckel aufbewahren; allerdings ist dann die Kruste nicht mehr so krachend.

Quarkcreme küßt Rhabarber ~ es ist Naschkatzenzeit
[Instafreunde zu Gast]

28.05.2016
Heute habe ich wieder eine liebe Instafreundin zu Gast, es ist Nadine, die man bei Instagram unter dem Namen naschkatzenzeit findet. Während sie von ihrer Wahlheimat Hamburg oder Langeoog träumt, bereitet sie immer wieder ganz leckere Sachen zu und mit diesem Rhabarberrezept passend zur Jahreszeit ist sie heute bei mir.

Liebe Besucherin, lieber Besucher! Hey Ihr Lieben!

Heute darf ich zum allerersten Mal zu Gast auf einem Foodblog sein. Bei der lieben Tanja! Danke dir Tanja! Ich freue mich so sehr! Hier ist mein Rezept für ein frühlingshaftes Dessert; die Menge reicht für zwei Naschkatzen.


Zutaten für das Kompott
  • 3-4 Stangen Rhabarber
  • Mark einer Vanilleschote, ersatzweise 1/2 bis 1 TL Vanille gemahlen 
  • 2-3 EL Zucker, ich empfehle Kokosblütenzucker oder Vollrohrzucker
Zu allererst beginne ich damit, den Rhabarber für das Kompott abzuziehen bzw. zu schälen. Dann schneide ich diesen in kleine Stücke und gebe ihn mit einem Hauch von Wasser und dem Zucker in einen Kochtopf. Dazu gebe ich das Vanillemark bzw. die gemahlene Vanille aus dem Bioladen. Das Ganze koche ich zu einem sämigen Kompott ein. Mhhhhh….wie das duftet….lecker. :) . Meistens süße ich das Kompott noch nach, je nachdem, wie die Säure des Rhabarbers ist. Süßt ganz so, wie es Euch beliebt. Für mich muß das Kompott eine ausgewogene Balance zwischen Süße und Säure behalten. Das Kompott lasse ich dann auskühlen. 

Zutaten für die Quarkcreme
  • 250 g Magerquark 
  • Milch 
  • Akazienhonig, Agavendicksaft oder Puderzucker zum Süßen des Quarks
Während das Kompott abkühlt, rühre ich den Quark mit etwas Milch cremig. Wie viel davon, bestimmt jeder selber, nur nicht zu viel, der Quark sollte noch eine cremige Konsistenz behalten. Anschließend schmecke ich diesen nach meinem Geschmack mit Honig oder Agavendicksaft süß ab. Hier bestimmt wieder jeder für sich, wie süß es sein soll.

Zutaten für den Krokant
  • 75 g gehackte Mandeln
  • 75 g Zucker 
  • 1 EL Butter oder Margarine
Jetzt ist der Krokant an der Reihe. Dafür schmelze ich die Butter bzw. Margarine (z.B. Alsan bio) in einer Pfanne. Dann gebe ich den Zucker (hellen oder Rohrohrzucker) hinzu und lasse diesen in der Butter bzw. Margarine schmelzen. Dabei immer wieder mit einem Kochlöffel rühren. Die Pfanne dabei nicht zu stark erhitzen, sonst brennt das Karamell an. Anstelle der Butter könnte man, für eine leichtere Variante, auch 3 EL Wasser zusammen mit dem Zucker in die Pfanne geben.

Wenn sich die Zucker-Butter-Mischung leicht bräunlich verfärbt, die gehackten Mandeln rasch hinzugeben. Alles miteinander verrühren und einen Moment weiterbräunen lassen, bis alles eine schöne Farbe bekommt. Das Ganze dann großzügig auf ein Backpapier geben und auskühlen lassen; evtl. nach dem Abkühlen etwas auflockern und zerbröseln.

Das Ganze schichte ich dann in zwei große Gläser. Zuerst beginne ich mit einer Schicht Quark, dann folgt darauf das Kompott, darauf wieder eine Schicht Quark usw. Gerne gebe ich zwischen die einzelnen Schichten auch eine Schicht vom Krokant. Abschließend eine Schicht Quark gekrönt von Mandelkrokant. Das Dessert stelle ich dann noch in den Kühlschrank. 

Kleiner Tipp: Die letzte Schicht Krokant könnt Ihr gern erst kurz vor dem Servieren auf das Dessert geben, dann bleibt sie extra knusprig! 

Das Ganze läßt sich natürlich mit jedem anderen Obst nach Geschmack variieren. Ebenso ergänzt sich der Quark auch ganz wunderbar mit Mascarpone oder der Quark in Kombination mit geschlagener Sahne verrührt. Beides ebenso lecker.

Ich habe eigentlich immer Krokant übrig. Dieser läßt sich gut in einer Dose aufbewahren und wartet dort auf seinen nächsten Einsatz. z.B. auf Eis. Bei Bedarf kann man auch gern gleich mal mehr Krokant zubereiten. Richtwert ist immer: gleiche Menge von Nüssen und Zucker. Ebenso die Anzahl an Eßlöffeln Butter entsprechend verdoppeln/anpassen. Mal keine Lust auf Krokant? Dann ersetzt es einfach durch knusprige Kuchen- oder Müslistreusel.

Et voilà! Alle „Naschkatzen“, seid Ihr bereit? Es ist Naschzeit! Lecker!
Ein klassisches Schichtdessert, das eine Menge Eindruck macht und zudem lecker daherkommt! Beste Grüße!

Nadine vom InstagramProfil naschkatzenzeit 
Es ist mir eine Freude!
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Liebe Nadine,

auch mir ist es eine große Freunde, daß Du heute zu Gast bei mir bist und so ein leckeres Rezept mitbringst. Rhabarber mag ich unheimlich gern und die Kombination mit einer Quarkcreme klingt so verlockend - das muß ich unbedingt ausprobieren! Herzlichen Dank für Deinen 'Fingerabdruck' auf meinem Foodblog.

bunter Krautsalat mit Paprika und Möhre

25.05.2016
Krautsalat muß für mich eigentlich einen Tag lang durchziehen, um so richtig Geschmack zu bekommen. Nicht so dieser, denn zarter Spitzkohl und eine heiße Marinde, die eingeknetet wird, machen den Salat in kürzester Zeit verzehrbereit. Bei den Mengen seid flexibel, ein paar Gramm mehr vom Kohl, Paprika oder Möhre machen überhaupt nichts.


Zutaten
  • 400 g Spitzkohl, entstrunkt gewogen, in feinen Streifen
  • 150 g Paprika, rot und/oder gelb, in feinen Streifen
  • 150 g Möhre, grob geraspelt
  • 1 Zwiebel, in feinen Würfeln
Zutaten in eine große Schüssel geben.


Zutaten für die Marinade
  • 100 g Essig, z.B. Kräuter-oder Apfelessig
  • 50 g neutrales Öl, z.B. Sonnenblumen-oder Rapsöl
  • 50 g Zucker 
  • 1 TL Senf
  • 1/2 TL Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Zutaten in einem kleinen Topf aufkochen und heiß über das Gemüse geben. Mit den Händen kräftig eine Minute durchkneten. In eine passende Schüssel umfüllen und eine Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen.


Wer mag, gibt noch feingehackte Petersilie oder Schnittlauchröllchen zu.

grüner Spargel aus dem Backofen mit Röstkartoffel-Tomatensalat

23.05.2016
Spargel und neue Kartoffeln - das ist für mich der Frühling in der Küche! Bei diesem Rezept kombiniere ich grünen Spargel mit kleinen Kartoffelwürfeln, die ich in der Pfanne anröste und dann zu einem warmen Salat weiterverarbeite. Eine etwas ungewöhnliche Kombination, aber sowas von lecker!


Zutaten
  • 1 kg grüner Spargel
  • 3-4 EL Olivenöl
  • 1 flacher TL Salz
  • etwas frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
Spargel an der Sollbruchstelle abknicken oder die unteren Enden abschneiden und die letzten Zentimeter schälen. Auf ein mit Alufolie oder Backpapier ausgelegtes Backbleck geben, mit Öl, Salz und Pfeffer gründlich mischen, dabei besonders darauf achten, daß die empfindlichen Köpfe etwas Öl abbekommen. Backofen auf 200°C Umluft vorheizen und das Blech auf der 2. Schiene von unten 25-30 Minuten garen, bis der Spargel weich ist und leicht Farbe bekommt. Nach der Hälfte der Zeit einmal wenden.
  • 50 g Bacon
  • 1 mittelgroße Zwiebel, in feinen Würfeln
  • 2 Knoblauchzehen, gepreßt
Bacon in einer Pfanne auslassen. Sobald er Farbe nimmt, Zwiebeln und Knoblauch zugeben und anschwitzen. Alles aus der Pfanne nehmen.

  • 5 EL Olivenöl 
  • 400 g Kartoffeln, festkochend, in 1 cm Würfeln
Olivenöl in der Pfanne erhitzen, Kartoffelwürfel hinzugeben und Hitze reduzieren. Langsam unter gelegentlichem Wenden goldbraun braten, dabei salzen; ich nehme Fleur de Sel. Kurz die Baconmischung wieder zum Erwärmen zugeben.

  • 150 g Tomaten in kleinen Würfeln, ich hatte gelbe und rote
  • 2 EL Apfelessig oder weißer Balsamico
  • 1 TL körniger Senf
Zutaten mit dem Pfanneninhalt mischen. Spargel in eine Auflaufform oder eine Platte legen, den Röstkartoffelsalat an das Ende der Spargelstangen geben und genießen.


Wer ein Sößchen vermißt, möge sich noch eine Hollandaise dazu zubereiten.

Schwarzbierbrot aus dem Topf ~ ein Wiener Heldenrezept
[Instafreunde zu Gast]

21.05.2016
Heute möchte ich eine neue Reihe mit Rezepten beginnen, in der ich meine lieben Instafreunde zum Gastbloggen einlade. Wie Ihr bestimmt wißt, bin ich sehr gern bei Instagram unterwegs und folge dort vielen lieben Leuten, die auch fast alle gern kochen und backen, aber keinen Foodblog haben. Wenn mich ein Rezept anlacht, möchte ich es gern auf meinem Blog verewigen, mit Bildern ohne viel Schnickschnack, so wie ich sie auf Instagram entdecke.

frau_nima, die mir seit ganz vielen Jahren ganz doll ans (Blogger)Herz gewachsen ist und die ich im nächsten Jahr endlich persönlich kennenlernen werde, zeigte ein Schwarzbierbrot, das ihr Held aka Ehemann gebacken hat und dieses soll den Anfang machen. Nicole wohnt mit mit ihm, zwei bezaubernden Katzen und einem kleinen, nicht minder bezaubernden Wolf in Wien und ist ein echtes Multitalent. Sie strickt, näht, plottert und schreibt wunderschöne Texte auf ihrem Blog frau nima.


Zutaten für den Sauerteig
  • 400 g Roggenvollkornmehl
  • 400 g Wasser
  • 40 g Roggen-Anstellgut
Zutaten vermischen, abdecken und bei Zimmertemperatur 16 - 18 Stunden reifen lassen.

Zutaten für den Vorteig
  • 200 g Weizenmehl Type 550 oder 1050
  • 200 g Wasser
  • 4 g Trockenhefe
Zutaten vermischen und bei Zimmertemperatur 6 Stunden reifen lassen.

Zutaten für den Hauptteig
  • Sauerteig
  • Vorteig
  • 300g Roggenvollkornmehl
  • 500g Roggenmehl
  • 200g Weizenmehl Type 550 oder 1050
  • 33 g Salz
  • 500 ml Schwarzbier
  • optional 10 g Brotgewürz
  • etwas Roggenmehl zum Bestäuben der Arbeitsplatte und zum Formen des Laibs
Alle Zutaten des Hauptteigs in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und 8 Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten; diesen dann zugedeckt an einem warmen Ort 30 Minuten ruhen lassen. Anschließend erneut ca. 2 Minuten kneten, zu einem runden Laib formen und diesen in gut bemehlten runden Simperl, so heißt in Österreich ein Gärkörbchen, an einem warmen Ort für ca. 60 Minuten sich selbst überlassen, damit er gehen kann. Dazu eignet sich am Besten der Backofen, der kurz mit einem Rost auf unterer Schiene auf 30-40°C aufgeheizt wurde; danach ausschalten, aber die Backofenlampe anlassen, so hat es der Teig schön mollig warm.

Dannach das Simperl aus dem Backofen nehmen und einen gußeisernen Topf samt Deckel (ca. 5 Liter  Fassungsvermögen) auf ca. 220-240°C U/O hineinstellen und aufheizen. Sobald die Temperatur erreicht ist, den Topf mit Handschuhen bzw. Topflappen aus dem Rohr nehmen (Vorsicht! Sehr heiß!) und den Teiglaib in den Topf legen, Deckel auflegen und ab damit zurück in den Backofen. Nach 15 Minuten die Temperatur auf 200°C U/O senken und weitere 45 Minuten backen. Brot aus dem Topf auf einen Rost kippen und die Klopfprobe machen, es soll sich hohl anhören. Sollte es noch nicht hohl klingen, weitere 5 - 10 Minuten backen; dieses kann man frei auf dem Rost machen. Brot im Topf ohne Deckel auskühlen lassen, am Besten über Nacht. Wenn man es gleich vernaschen möchte, kann man es auch auf einem Rost abkühlen lassen.


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Liebe Nicole, lieber Held!

Vielen Dank für Euer Rezept, das Brot sieht so köstlich aus, daß ich mir sofort eine Scheibe abschneiden möchte, um sie mit Butter und Salz zu vernaschen. Ich freue mich, daß Ihr Euch damit auf meinem Blog vererwigt habt ;o)

geschmorte Champignons mit Zwiebel, Knoblauch und Chili

20.05.2016
Champignons gehen bei uns immer, und besonders kleine braune haben es mir angetan. Ich bilde mir ein, sie haben mehr Geschmack als weiße oder große Exemplare und ich verwende sie gern im Ganzen.


Zutaten
  • 300 g kleine, braune Champignons, Stiele gekürzt
  • 4 EL Olivenöl
  • 50 ml Wasser
  • eine gute Prise Salz, ich nehme Fleur de Sel
  • 1 mittelgroße Zwiebel, in feinen Würfeln
  • 2 Knoblauchzehen, gepreßt
  • 1 EL getrocknete Kräuter nach Wahl, z.B. Kräutermix von Herrmann
  • 1/2 TL Chiliflocken oder Chiliringe, gern auch eine frische Chili
  • 2-4 EL Apfelbalsamico oder ein anderer milder Essig
Öl mit Champignons in einer Pfanne erhitzen und kurz kräftig anbraten. Restliche Zutaten hinzufügen, Hitze reduzieren und Champignons langsam schmoren, bis sie gar und die Zwiebeln weich sind. Wenn die Flüssigkeit zu sehr einkocht, noch etwas Wasser hinzufügen. Mit dem Essig tastet Euch ran, wir mögen es gern etwas säuerlicher.


Die Champignons schmecken warm als Beilage, auf einem Salat oder auch kalt als Antipasti. Mit einer Knoblauchsauce serviert haben sie fast etwas von den Champignons, die man immer auf Weihnachtsmärkten oder Kirmesplätzen aus großen Pfannen bekommt - allerdings einen Tick leckerer ;o)

Backkartoffeln im Salzbett

19.05.2016
Als Kind mochte ich sie gar nicht, heute liebe ich sie in allen Varianten: Kartoffeln! Vielleicht lag es daran, daß es sie Zuhause meist als langweilige Salzkartoffen gab und sie stets nur eine Sättigungsbeilage darstellten.


Nicht so die Backkartoffeln, die im Salzbett im Backofen ganz von allein nach etwas Vorarbeit vor sich hingaren. Das Schöne ist, daß man ganz ohne Alufolie auskommt und wenn ich Müll vermeiden kann, schmeckt es mir gleich doppelt gut.


Zutaten
  • gleichgroße, mittelgroße, festkochende Kartoffeln von ca. 150 g
  • grobes Meersalz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Raps-oder Sonnenblumenöl
Auflaufform mit groben Meersalz ausstreuen, so daß der Boden bedeckt ist, etwas Pfeffer draufgeben. Kartoffeln rundherum mehrfach mit einer Rouladennadel einstechen und dann mit dem Öl einpinseln. Nebeneinander in die Form legen und auch von oben nochmal pfeffern.


Form auf einem Rost auf der 2. Schiene von unten in den Backofen schieben und bei 220°C U/O eine Stunde backen. Mit der Rouladennadel prüfen, ob sie weich sind. Evtl. noch ein paar Minuten weitergaren. Einschneiden und nach Belieben füllen, wir essen sehr gern einen Kräuterquark dazu.


Zutaten für den Schnittlauchquark
  • 200 g Quark
  • 100 Schmand
  • 50 ml Milch
  • 2-3 EL Schnittlauchröllchen
  • Salz und Pfeffer
  • nach Belieben getrocknete Kräuter, ich nehme 1 EL Kräutermix von Herrmann

Alle Zutaten miteinander verrühren und würzig abschmecken. Natürlich kann man auch gemischte Kräuter nehmen und z.B. noch geraspelte Gurke oder Radieschenstifte unterrühren.


Mit einem Click geht´s zum Rezept für die geschmorten Champignons.

Übernacht-Dinkel-Leinsamen-Frühstücksbrot mit Joghurt

16.05.2016
Fluffig und zugleich saftig, so könnte ich dieses Frühstücksbrot am Besten beschreiben. Leicht getoastet und mit Butter bestrichen, die dann in die Ritzen läuft - muß ich noch mehr schreiben? Es schmeckt mit herzhaften und süßen Belägen und läßt sich auch am nächsten Tag noch perfekt toasten und genießen.

Zutaten
  • 450 g Dinkelmehl Type630
  • 50 g geschroteter Leinsamen
  • 12 g Frischhefe
  • 20 g Zucker 
  • 125 g lauwarmes Wasser
  • 150 g Naturjoghurt
  • 40 g Rapsöl
  • 10 g Salz
Mehl und Leinsamen in der Rührschüssel mischen, in der Mitte eine Mulde formen. Hefe und Zucker im Wasser auflösen und in die Mulde geben. Joghurt und Öl zugeben und 8 Minuten zu einem geschmeidigen Teig verkneten lassen, dabei das Salz einrieseln lassen, sobald sich ein Teigball gebildetet hat. Schüssel mit einem Geschirrhandtuch abdecken und den Teig 30 Minuten anspringen lassen. Teig in vier Portionen teilen, ich wiege ihn dazu immer ab. Jede Portion nochmals durchkneten und rundwirken, in Wasser tauchen und in die Kastenform nebeneinander einlegen. Ich benutze eine Kastenform von 30 x 10 x 10 cm, die ich mit Backpapier auslege. Backform mit Alufolie verschließen und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.


Am nächsten Morgen die Form aus dem Kühlschrank nehmen und 30 Minuten Zimmertemperatur annehmen lassen. Backofen mit einem Rost auf der 2. Schiene von unten auf 220°C U/O aufheizen. Kastenform hingeben und 25 Minuten backen, dabei ein Schnapsglas Wasser auf den Boden geben. nach 15 Minuten die Backofentür kurz öffnen, damit der Dampf abziehen kann und die Temperatur auf 200°C U/O reduzieren. Weitere 15 Minuten backen und dann das Brot aus der Form kippen, Backpapier entfernen. Mit Wasser besprühen und frei auf dem Rost nochmal 8-10 Minuten backen, bis es rundherum goldbraun ist. Auf einem Rost abkühlen lassen.


Ich habe es nach dem Abkühlen in Scheiben geschnitten und diese leicht getoastet.

Krautfleckerl mit Wurst nach Tim Mälzer und Johann Lafer

11.05.2016
Als ich vor ganz langer Zeit das Rezept für Wurstfleckerl bei meiner lieben Bloggerfreundin Frau nima gesehen habe, habe ich es sofort auf die Nachkochliste gesetzt - und irgendwie wieder vergessen. Fleckerlgerichte gibt es viele in den verschiedensten Varianten, mit Kartoffelwürfeln, Wurst und auch mit Spitzkohl. Ich habe ein Rezept von Tim Mälzer ausgesucht, das er zusammen mit Johann Lafer gekocht hat; allerdings habe ich den Kochschinken durch Wurst ersetzt, wie es Frau nima macht. In Österreich benutzt man eine Jausenwurst, ich habe beim Metzger eine Fleischwurst nach Krakauer Art bekommen, die perfekt war.


Zutaten
  • 150 g würzige Wurst
  • 200 g Lasagneblätter oder breite Bandnudeln
  • 100 g Bergkäse
  • 2 El Kürbiskerne, grob gehackt
Wurst in einer Küchenmaschine sehr fein zerkleinern. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Wurst unter Rühren braten, bis sie knusprig ist. In eine große Schüssel umfüllen, in der später gemischt werden kann.
  • 500 g Spitzkohl, geputzt gewogen in 2 cm großen Stücken
  • 2 mittelgroße Zwiebeln, in feinen Würfeln
  • 2 Knoblauchzehe, in feinen Würfeln
  • 1 EL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 EL getrockneter Majoran
  • 1 TL Zucker
  • 150 ml Geflügel-oder Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer, nach Belieben Chiliflocken (Pul Biber)
Zwiebeln und Knoblauchzehe mit etwas Öl in der Pfanne anschwitzen. Spitzkohl zugeben und ein paar Minuten anbraten. Paprika, Majoran und Zucker zugeben, alles gut vermischen und mit der Brühe ablöschen. Bei großer Hitze ca. 10 Minuten offen schmoren, dabei mit Salz und Pfeffer und evtl. Chili kräftig abschmecken.

  • 200 g breite Bandnudeln oder Lasagneplatten
Nudeln in grobe Stück brechen und in reichlich Salzwasser bißfest kochen. Abgießen und in die Schüssel geben, ebenso den Spitzkohl.
  • 150 g Reibekäse, z.B. Bergkäse oder Gouda
  • 20 g Kürbiskerne, grob gehackt
2/3 des Käses ebenfalls in die Schüssel geben und alles gründliche vermischen. Dann in eine gebutterte Auflaufform geben und mit dem restlichen Käse und den Kürbiskernen bestreuen.


Backofen auf 220°C U/O vorheizen und die Auflaufform auf der 2. Schiene von unten 10 Minuten backen, bis der Käse geschmolzen ist. 

 

Nach Belieben kann man es noch mit Kürbiskernöl beträufeln. 

Kohlrabi-Möhren-Kartoffelgratin

08.05.2016
Zum ersten Mal habe ich in unserem Bauernlädchen Urmöhren, also violette Möhren, entdeckt und natürlich sofort mitgenommen. Was für Schönheiten, meine waren komplett durchgefärbt und bei der Recherche las ich, daß diese Urmöhren 40% mehr Betacarotin enthalten und zudem auch süßer schmecken. Schade, daß man sie noch nicht überall wieder bekommt, aber das Gratin klappt natürlich auch hervorragend mit 'normalen' Möhren. Mit den Urmöhren wirkt es fast, als hätte man Rote Bete verwendet.


Zutaten
  • 200 g Sahne
  • 150 g Créme fraîche
  • 100 g Reibekäse
  • 250 g Möhren
  • 250 g Kohlrabi
  • 400 g Kartoffeln, festkochend
Eine Auflaufform nach Belieben mit einer Knoblauchzehe ausreiben und leicht ausbuttern. Sahne, Créme fraîche und Reibekäse in einer großen Schüssel mischen, mit Salz, Pfeffer, frisch geriebener Muskatnuß sehr kräftig würzen. Ich habe noch Chiliflocken und getrocknete gemischte Kräuter dazugegeben, nehmt, was Euch gefällt. Möhren, halbierten Kohlrabi und Kartoffeln in dünne, max. 2 mm dicke Scheiben in die Schüssel hobeln und alles gut vermischen und die Scheiben dabei vereinzeln, das geht am Besten mit den Händen. Jede Scheibe sollte von Flüssigkeit ummantelt sein. Aus den Scheiben bunt gemischte Stapel von ca. 6 cm aufeinanderschichten und diese Stapel kreuz und quer in die Auflaufform geben. 


Restliche Flüssigeit darübergeben. Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und dann die Auflaufform auf einem Rost auf der 2. Schiene von unten ca. 60 Minuten garen; wenn die Scheiben zu stark bräunen, mit Alufolie abdecken.  


Mit einer Messerspitze prüfen, ob die Scheiben gar sind; die Garzeit hängt stark von der Dicke der Scheiben ab. Wenn alles weich ist, kurz den Grill zuschalten, bis die Spitzen schön kross sind.  Nach Belieben noch mitgehackter Petersilie oder Kresse bestreuen.

Quarkbrötchen

06.05.2016
Brötchen nur mit Backpulver und ohne Gehzeit des Teigs gebacken sind ab und an mal eine gute Alternative zu Hefebrötchen. Sie sind schnell gemacht und schön saftig. Sie sollten allerdings auch gleich frisch verzehrt werden, dann schmecken sie am Besten. Für uns zwei backe ich ein halbes Rezept in einer 6er Muffinform; dazu verwende ich dann ein Vollei und ein Eiweiß für den Teig, das restliche Eigelb zum Bestreichen.


Zutaten
für ein 12er Muffinblech
  • 250 g Quark
  • 2 Eier, Gr. M
  • 1 Eiweiß, Gr. M
  • 4 EL neutrales Öl, z.B. Raps-oder Sonnenblumenöl
  • 1 TL Salz
  • 2 TL Zucker
  • 450 g Weizenmehl, Type 405
  • 2 leicht gehäufte TL Weinsteinbackpulver
    Quark, Eier, Öl, Salz und Zucker in einer Rührschüssel miteinander gründlich vermengen. Mehl mit Backpulver mischen und unterkneten, das geht am Besten mit den Knethaken des Handrührgeräts. Teig in 12 Portionen teilen, ich wiege ihn dazu ab.


    Muffinblech entweder gründlich ausfetten oder mit Förmchen auslegen. Ich habe mir aus Backpapier Kreise zugeschnitten, die ich mit einem Glas, das den Durchmesser eines Muffinbodens hat, vorgeformt habe.


    • 1 Eigelb, Gr. M
    • 2 EL Milch
    Eigelb durch ein Sieb streichen, um die Hagelschnüre zu entfernen und mit der Milch vermischen. Jede Teigportion rundformen, das muß gar nicht so gründlich gesehen; so reißen die Brötchen beim Backen schön auf. Mit Eigelb einpinseln und in die Muffinförmchen setzen. Nach Belieben mit Sesam, Mohn o.Ä. bestreuen.


    Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und die Quarkbrötchen 20-25 goldgelb backen.

    Krautsalat deluxe mit Gyroshack

    04.05.2016
    Am Wochenende hatte ich wieder den weltbesten Krautsalat angesetzt und auf der Suche danach, wie ich diesen noch aufpeppen kann, fiel mir eine Kombination ein, die ich irgendwo mal gesehen hatte. Wir waren total begeistert, der Salat ist eine vollwertige Mahlzeit und durch das Gyroshack superlecker.


    Zutaten
    • 1/2 Rezept Krautsalat mit Mineralwasser, am Vortag angesetzt
    • 300 g Rinderhack
    • 1 EL Gyrosgewürz
    • 100 g Feta, Würfeln von 1 cm Kantenlänge oder grob zerbröselt
    • 10 Oliven, entkernt, halbiert oder in Scheiben
    • 10 Kirsch-oder Datteltomate, halbiert oder geviertelt
    • 1 gelbe Paprika, in dünnen Streifen
    • 1 rote Zwiebel, in dünnen Ringen
    • 150 g Naturjohurt (ich hatte 3,5%igen)
    Rinderhack mit Gyrosgewürz verkneten und krümelig anbraten, bis es richtig knusprig ist; die Krümel sollten nicht zu klein sein.


    Krautsalat auf einer Platte ausbreiten. Darauf Feta, Oliven, Paprika, Tomaten und Zwiebeln dekorativ verteilen. Hack direkt aus der Pfanne darauf verteilen, dann den Joghurt drübergeben. Nach Belieben mit frisch gehackter Petersilie oder Kresse und Chiliflocken oder Pul Biber bestreuen. Der Salat sollte sofort verzehrt werden, schmeckt aber auch etwas durchgezogen und sogar vom Vortag. Dazu gab es bei uns ein Knoblauchbaguette.

    Schweinchen unter der Haube reloaded ~ Schweinefilet mit Lauch-Champignon-Bacon-Käsehaube

    03.05.2016
    Ein ähnliches Rezept gibt es hier im Blog schon, allerdings bekam das Schweinefilet damals eine Zwiebel-Apfel-Bacon-Käsehaube. Dieses Mal mußte ich ein paar Stangen Lauch aus der Biokiste verarbeiten und ich muß sagen: auch dieses Topping war mehr als lecker. Schweinefilet ist einfach ein Fleisch, was man mit vielem kombinieren kann und deswegen essen wir es recht gern.


    Zutaten
    • 700 g Schweinefilet, in 2 cm dicken Scheiben
    • 1 EL Butterschmalz
    Filetscheiben von beiden Seiten pfeffern und salzen. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Filets von beiden Seiten kurz scharf anbraten; dann in einer Auflaufform nebeneinander platzieren.
    • 125 g Baconstreifen
    • 200 g Champignons, in dünnen Scheiben
    • 300 g Lauch, der Länge nach halbiert und in 0,5 cm breite Ringe geschnitten
    Baconstreifen in der Pfanne knusprig braten, herausfischen und in einer Schüssel parken, das Baconfett dabei in der Pfanne lassen. Lauch und Champignons hinzugeben und bei etwas reduzierter Hitze langsam anbraten, bis alles weich ist und leicht Farbe bekommt. Mit dem Bacon mischen und dann als Häufchen löffelweise auf die Filetscheiben geben.

    • 150 g Créme fraîche
    Auf jedes Häufchen einen Klecks Créme fraîche geben. Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und die Auflaufform auf einem Rost auf der 2. Schiene von unten 20 Minuten backen.

    • 100 g Reibekäse / Gratinkäse
    Etwas Käse auf jeden Créme fraîche-Klecks geben und weiterbacken, bis der Käse geschmolzen und goldgelb ist, ich schalte den Grill dazu.


    Dazu schmeckt sehr gut ein grüner Salat und Reis wie z.B. mein türkischer Butterreis Pilav.